Als der CDU-Abgeordnete Maik Penn 2019 zum ersten Mal nach dem Strandbad Müggelsee fragte, nannte der Senat 12,593 Millionen Euro und eine Fertigstellung 2024. Jetzt hat Penn zum vierten Mal nachgefragt.Die Antwort des Senats: Die Sanierung des denkmalgeschützten Bades in Rahnsdorf kostet inzwischen 20,1 Millionen Euro. Die Gebäude sollen im Sommer 2026 fertig werden, danach folgen erst die Freianlagen. Im Bezirkshaushalt sind sogar knapp 20,9 Millionen Euro veranschlagt.

Frost, Kontaminationen, EU-Recht: Warum es schon wieder länger dauert

Für die jüngste Verzögerung macht das Bezirksamt Treptow-Köpenick vor allem das EU-Vergaberecht verantwortlich: Der Einspruch eines unterlegenen Bieters löste einen Vergabestopp aus, die Freianlagen konnten erst verspätet ausgeschrieben werden.Dazu kommen laut Senatsantwort überschrittene Fristen „aus der Verantwortung des Auftraggebers“, zähe Preisverhandlungen mit Baufirmen, die die Verzögerung „um mindestens den Faktor 1,5“ verlängern, außerdem die monatelange Frostperiode des vergangenen Winters, Lieferengpässe, unvorhergesehene Bodenkontaminationen und Fachkräftemangel. Selbst die Monopolstellung eines Herstellers für das Trinkwasser-Leitungssystem taucht in der Aufzählung auf.