PfadnavigationHomeRegionalesSachsen-AnhaltSport & Infrastruktur | MagdeburgMagdeburgs gesperrte Schwimmhalle: Stadtrat beschließt teure Notlösung — Olympia-Hoffnungen wackelnStand: 12:03 UhrEin Traggerüst soll das schadhafte Dach der Elbeschwimmhalle sichern. (Symbolbild)Quelle: Jens Kalaene/dpaDie Elbeschwimmhalle ist seit Monaten wegen eines maroden Dachs dicht. Jetzt gibt es zwar einen Reparaturbeschluss — doch Leistungssportler stehen bis Sommer 2027 auf der Straße.Der Stadtrat Magdeburg hat am 4. Juli 2026 eine Notlösung für die gesperrte Elbeschwimmhalle beschlossen. Ein Traggerüst soll das schadhafte Dach der Halle mit ihrem 50-Meter-Becken sichern. Die Kosten: rund fünf Millionen Euro. Mit der Fertigstellung rechnet die Stadt frühestens im Sommer 2027. Die Baupläne sollen erst im November vorgelegt werden.Die Halle ist seit rund sechs Monaten geschlossen, nachdem Gutachter die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion als nicht mehr gewährleistet eingestuft hatten. Das ist ein harter Schlag für den Leistungssport in der Landeshauptstadt: Mehrere Magdeburger Schwimmerinnen und Schwimmer bereiten sich auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles vor. Wo sie bis zur Wiedereröffnung der Halle trainieren können, war bei Beschlussfassung noch offen — die Stadt hat bis zur August-Sitzung Zeit, ein Übergangskonzept vorzulegen.Langfristig plant Magdeburg einen Neubau: Eine neue Schwimmhalle als nationales Leistungssportzentrum soll bis Sommer 2029 fertiggestellt werden. Die Elbeschwimmhalle gilt dann als Übergangslösung. Bis dahin kämpfen die Sportler mit den Folgen eines maroden Dachs — und der langen Vorlaufzeit der Bürokratie.