Marzahn-Hellersdorf ist der einzige Berliner Bezirk ohne eigenes Freibad, seit das Wernerbad in Mahlsdorf vor über 20 Jahren schloss. Damit ist bald Schluss: Am Kienberg entsteht ein Kombibad für 35,4 Millionen Euro. Das Geld dafür ist jetzt gesichert.„Im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses konnten wir 35,4 Millionen Euro für dieses Vorhaben sichern“, sagte Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) am Montag. Der Beschluss fiel bereits am 24. Juni.In der Summe stecken 25,1 Millionen Euro für das Funktionsbad und 10,3 Millionen Euro für das Außenbecken. Finanziert wird der Neubau aus SIWA-Mitteln, dem Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt, sowie aus dem Sondervermögen des Bundes.
Baustart Anfang 2028 – Eröffnung spätestens 2030
Entstehen soll das Bad im Jelena-Šantić-Friedenspark am Kienberg, in direkter Nachbarschaft der Gärten der Welt. Geplant sind eine Halle mit Sport- und Lehrschwimmbecken sowie ein Außenbereich mit frei geformter Poollandschaft.Bäder-Chef Johannes Kleinsorg verspricht ein ganzjährig attraktives Bad: Innen- und Außenbereich sollen gemeinsam, aber auch unabhängig voneinander betrieben werden können. Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic (CDU) nennt das Projekt „eine Investition in die Lebensqualität unseres Bezirks“.Der Zeitplan: Die Öffentlichkeitsbeteiligung im Bebauungsplanverfahren läuft noch bis zum 17. Juli, Ende August sollen die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie mit zwei Varianten vorliegen. Die Ausschreibung ist für 2027 vorgesehen, Baubeginn wäre Anfang 2028, die Eröffnung Ende 2029 oder Anfang 2030.Um Zeit zu sparen, prüfen die Berliner Bäder-Betriebe, Planung und Bau gebündelt an einen Totalunternehmer zu vergeben. Das würde Schnittstellen reduzieren und lange Pausen zwischen einzelnen Vergaben vermeiden.








