Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und Julian Nagelsmann gehen nach dem frühen WM-Aus der Nationalmannschaft getrennte Wege. Der bis 2028 laufende Vertrag des Bundestrainers wurde mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Das teilte der DFB am Freitag, vier Tage nach dem verlorenen Sechzehntelfinale in Foxborough gegen Paraguay (3:4 i.E.), mit. Auch Nagelsmanns Assistenten Benjamin Glück und Benjamin Hübner werden den DFB verlassen.

»Ich habe in den vergangenen Tagen seit dem Ausscheiden viel nachgedacht und mich mit Vertrauten in meinem persönlichen Umfeld und im Verband ausgetauscht. Die Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen«, sagte Nagelsmann, der am Montag mit der DFB-Auswahl aus dem Turnier ausgeschieden war.In der Mitteilung des DFB heißt es, Nagelsmann habe in einem Gespräch am Vortag um die Auflösung seines Vertrags gebeten. Nach SPIEGEL-Informationen und Informationen anderer Medien soll ihm dieser Schritt aber von der DFB-Spitze während des Krisentreffens am Donnerstag nahegelegt worden sein. »Ich stehe bereit, wenn man das möchte. Und wenn man das nicht möchte, muss man das sagen«, hatte Nagelsmann noch im Stadion von Foxborough bei MagentaTV gesagt.

»Ihr hättet mehr verdient gehabt«Zudem richtete er sich am Freitag an die deutschen Fans und entschuldigte sich für das frühe WM-Aus: »Es tut mir von Herzen leid und weh, dass wir euch enttäuscht haben und euch keine weiteren Fußballnächte bei dieser WM bescheren konnten. Ihr hättet viel mehr verdient gehabt!«, so Nagelsmann.Der DFB bestätigte zudem, dass er mit Blick auf die Neubesetzung das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen werde. Dieser habe »bereits seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Postens signalisiert«.