Es ist ein einziger Satz, an dem sich derzeit die Empörung entzündet: Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) wünsche dem SPD-Landtagsabgeordneten und Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Deniz Kurku, sowie dessen Familie „die notwendige Kraft für die Bewältigung dieser äußerst schweren Situation“. Der Anlass hat tragische Wucht.
Am 29. Juni 2026 wurden in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade sechs Menschen erschossen; der mutmaßliche Schütze, ein 45-jähriger Vater, wurde festgenommen, gegen ihn erging Haftbefehl wegen sechsfachen Mordes.
Als wahrscheinlicher Hintergrund gilt nach bisherigem Stand ein Sorgerechtsstreit um die wenige Monate alte Tochter des Verdächtigen; die Opfer waren Beschäftigte der Einrichtung und ihres Umfelds. Am Fluchtwagen saß, so der Ermittlungsstand, eine 65-jährige Frau, die sich selbst „Patentante“ des Kindes nannte – Kurkus Schwiegermutter, wie er selbst am Donnerstagabend über seinen Anwalt bekanntgab.
Stade
Ermittlungen in Stade: Fluchtwagenfahrerin hat familiäre Verbindung zum Migrationsbeauftragten










