Das Startup Valar Atomics, das einen kleinen, modularen Reaktor (SMR) entwickelt, hat mit seinem Reaktor erstmals einen KI-Chip betrieben. Die Aktion wurde öffentlichkeitswirksam auf Linkedin gestreamt. Im November 2025 hatte der Reaktor erstmals die „kalte Kritikalität“ erreicht. Das heißt, dass seitdem in dem Testreaktor, den Valar gemeinsam mit dem Los Alamos National Laboratory betreibt, eine sich selbst erhaltende Kettenreaktion abläuft. Damit war Valar das erste Startup, dem das gelungen ist. Zuletzt hatte sich das Startup in einer Finanzierungsrunde 130 Millionen US-Dollar gesichert – unter anderem von Palmer Luckey und Palantir-CTO Shyam Sandra. Das Unternehmen profitiert aber auch von einer massiven Deregulierung der Atomaufsicht unter der Trump-Regierung.Anzeige

Deregulierung für neue Atomkraftwerke

Weltweit drängen verschiedene Staaten – unter anderem Frankreich und die USA – auf eine Renaissance der Atomkraft. Allerdings sind AKWs extrem teuer – und sie zu bauen kann sehr, sehr lange dauern. Die Hoffnung der Atomindustrie ruht daher auf der Entwicklung neuer, kleiner und modularer Reaktoren. Durch Standardisierung sollen die Baukosten solcher Reaktoren deutlich geringer ausfallen. Eine Hoffnung, die sich allerdings bisher noch nicht erfüllt hat.