Mit der Zeitenwende ist es seltsam. Einerseits verändert sie Karrieren. Zum Beispiel die von Florian Hohenwarter, dem neuen Deutschland-Chef eines der größten europäischen Rüstungskonzerne: KNDS. Hätte es die Zeitenwende nicht gegeben, wäre er womöglich nicht in seinem Job. Dann wäre er vielleicht in der Automobilindustrie geblieben, in der er zuvor mehr als 20 Jahre lang gearbeitet hat. Dann säße er vielleicht wieder in Sindelfingen, wo er die Lieferkette der S- und E-Klasse managte. Oder in Peking, da war er zuvor vier Jahre lang. Doch Hohenwarter wechselte 2023 in die Branche, die auf einmal zentral für die europäische Verteidigungsfähigkeit wurde.