PfadnavigationHomeRegionalesHamburgGrüner Bunker in HamburgWarum zieht ein ehemaliger Flakturm Millionen Besucher an?Stand: 11:26 UhrLesedauer: 2 MinutenSo sah der Bunker nach seiner Neugestaltung aus – inzwischen hat die Menge des Grüns deutlich zugenommen Quelle: Ulrich Perrey/dpa/dpa-tmnEin langer grauer Betonklotz wird zum „Place to Travel“: Hamburg lässt Beton sprießen, pflanzt tausende Gehölze und legt einen Park aufs Dach. Der grüne Bunker zieht Millionen an und verändert den Umgang mit der eigenen Geschichte.Der grüne Bunker auf St. Pauli feiert in diesen Tagen seinen zweiten Geburtstag, die Bepflanzung dominiert die Wirkung immer mehr – und die „New York Times“ hat den Bau längst in die prestigeträchtige Liste der „52 Places to Travel“ aufgenommen. Ziel der Stadt war, das Stadtklima nachhaltig zu verbessern und sozialökologische Projekte zu schaffen. Dazu wurde der einst 38 Meter hohe Flakturm um fünf Geschosse aufgestockt und um eine Art Bergpfad mit mehr als 300 Stufen ergänzt, der sich außen an dem Betonriesen fast 60 Meter nach oben schlängelt.Lesen Sie auchZudem wurden 4700 Bäume, Sträucher, Hecken, hängende Gehölze, Kletterpflanzen und Bodendecker gepflanzt und auf dem Dach ein mehr als 7.000 Quadratmeter großer öffentlicher Park eingerichtet. Von dort sind neben dem Millerntor-Stadion des FC St. Pauli unter anderem der Fernsehturm, der Michel und die Elbphilharmonie zu sehen.Welche Angebote gibt es auf dem Bunker?Im grünen Bunker gibt es ein Boutique-Hotel sowie möblierte Gästewohnungen für Kunstschaffende. Zur Gastronomie zählen ein Rooftop-Restaurant und eine Bar mit Blick über St. Pauli sowie ein öffentlich zugängliches Tagescafé. Im Bunker werden Ausstellungen gezeigt, Konzerte gespielt, Lesungen veranstaltet und Führungen zur Architektur und Zeitgeschichte gehalten. Dafür wird unter anderem die multifunktionale Georg-Elser-Halle genutzt. Sie bietet Platz für bis zu 2200 Menschen.Ursprünglich sollte die Hochbunkeranlage Hamburg im Zweiten Weltkrieg vor Bombern der Alliierten schützen. Der Bunker an der Feldstraße wurde ab April 1942 unter dem Einsatz von Zwangsarbeitern gebaut. Nach etwa 300 Tagen ist die Anlage mit einer Grundfläche von 75 mal 75 Metern einsatzbereit gewesen. Die nach Kriegsende erwogene Sprengung wurde nicht umgesetzt. Das Gebäude wurde in mehreren Phasen umgenutzt und schließlich erweitert.Wie viele Besucher werden gezählt? Im ersten Jahr hat der Hochbunker laut einer Mitteilung 2,3 Millionen Gäste angelockt. An Spitzentagen kamen mehr als 20.000 Menschen. Der Eintritt ist kostenlos. Jüngere Zahlen liegen nicht vor. Die Bauherrin, die Matzen Immobilien KG, hat auf Anfrage keine aktuellen Besucherzahlen genannt.lno/jlau
Grüner Bunker in Hamburg: Warum zieht ein ehemaliger Flakturm Millionen Besucher an? - WELT
Ein langer grauer Betonklotz wird zum „Place to Travel“: Hamburg lässt Beton sprießen, pflanzt tausende Gehölze und legt einen Park aufs Dach. Der grüne Bunker zieht Millionen an und verändert den Umgang mit der eigenen Geschichte.









