Vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen (Uno) in New York hat sich ein mutmaßlicher Tibet-Aktivist durch eine Selbstverbrennung getötet.Die Polizei wurde nach eigenen Angaben am Donnerstagabend gegen 18.30 Uhr (Ortszeit) darüber informiert, dass sich ein Mann vor dem Gebäude angezündet hatte. In einem Krankenhaus sei sein Tod festgestellt worden.

Es handele sich um einen 52-Jährigen, teilte die Polizei mit. Ein Motiv für die Tat wurde von den Ermittlern zunächst nicht genannt.Videos in den sozialen Medien zeigen jedoch, wie der Mann mit einer Tibet-Fahne vor eine Straße an der Uno-Zentrale tritt. Wenig später steht er komplett in Flammen. Im Krankenhaus konnte wenig später nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden, hieß es von der Polizei.

Selbstverbrennung wurde wohl gestreamtLaut dem Sender CNN soll der Mann die Selbstverbrennung in einem Livestream übertragen haben. Von dem gleichen Account soll etwa zur gleichen Zeit ein Aufruf veröffentlicht worden sein, wonach sich Tibeter für die »Unabhängigkeit von Tibet« einsetzen sollten. Chinas Regierung wird vorgeworfen, mit ihrer Politik auf die Zerstörung der tibetischen Identität, Kultur und Sprache abzuzielen.

Wie Medien unter Berufung auf Bekannte des Mannes berichten, soll dieser seit jahren in der tibetischen Protestbewegung aktiv gewesen sein. Die Aktion soll sich insbesondere auf ein neues chinesisches Gesetz bezogen haben, das die Rechte der Minderheiten in der Volksrepublik beschneidet.