Björn Höcke ruft schon den »Ausnahmezustand« aus. Mit der Wahl von Erfurt als Tagungsort für den AfD-Parteitag am kommenden Wochenende hat die Parteispitze ihrem thüringischen Landesvorsitzenden ein großes Geschenk gemacht. Angesichts zu erwartender Proteste und Blockaden mit Zehntausenden von Teilnehmern fährt Höcke im Landtag schweres rhetorisches Geschütz auf, er ist richtig in seinem Element. Von »bürgerkriegsähnlichen Zuständen« spricht er; es stehe nicht gut um die »Volksherrschaft«, wenn die beliebteste Partei um ihre Sicherheit fürchten müsse. Dem SPD-Innenminister Maier droht der AfD-Politiker, wenn er, Höcke, »auch nur den kleinsten Verdacht« habe, »dass Sie versagt haben, dann wird das Konsequenzen haben«.
AfD-Parteitag in Erfurt: »Wir haben genau einen Schuss frei«
Die AfD führt in Umfragen, bald könnte sie regieren. Intern aber beschleicht manche ein mulmiges Gefühl. Es geht um die Führung, die Strategie – und eine zentrale Frage.












