Die US-Regierung hat den Iran im Frühjahr über Mittelsmänner vor mutmaßlichen israelischen Attentatsplänen auf den iranischen Außenminister Abbas Araghchi und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf gewarnt. Das berichten führende US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf aktuelle und ehemalige US-Regierungsvertreter. Beide Politiker führten die iranische Delegation in den Gesprächen mit den USA und billigten später das aktuelle Friedensabkommen.
Ein US-Vertreter sagte der Washington Post: „Wer diese Leute tötet, tötet die Pragmatiker.“ Der ehemalige US-Diplomat Aaron David Miller sagte dem Blatt, der Vorgang zeige „die Divergenz der Kriegsziele zwischen den USA und Israel“ sowie die Entschlossenheit des israelischen Ministerpräsidenten, jede von den USA ausgehandelte Vereinbarung zu untergraben.
Frühere Tötungen belasteten Verhandlungen
Nach Kriegsbeginn am 28. Februar hatte Israel laut den Berichten zahlreiche politische und militärische Führungspersonen im Iran getötet, darunter den Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei. Mitte März wurde zudem der oberste Nationale Sicherheitsberater Ali Larijani getötet, der zuvor die Verhandlungen mit Washington geführt hatte. „Der Wendepunkt war nicht die Ermordung des Obersten Führers, sondern die Ermordung Larijanis“, zitierte die „Washington Post“ einen westlichen Regierungsvertreter.









