Cottbus (dpa) - Nach dem mutmaßlichen rechten Brandanschlag in Cottbus dringt der Verein Opferperspektive auf mehr Mut gegen Extremismus. „Nötig ist auf jeden Fall entschlossenes Handeln gegen rechte Gewalt auf vielen Ebenen“, sagte die Beraterin Dorina Feldmann der Deutschen Presse-Agentur. Das gehe von einer solidarischen Stadtgesellschaft über mehr Polizeipräsenz bis hin zu einer konsequenten Strafverfolgung. Sie kritisierte, dass Verfahren solcher Angriffe bis zu sechs Jahren dauern könnten.Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf das alternative Wohnprojekt „Zelle 79“ in Cottbus ermitteln Staatsschutz und Mordkommission wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Die Polizei geht davon aus, dass die zwei Tatverdächtigen aus dem rechtsextremistischen Spektrum stammen. Die Ermittler prüfen auch eine versuchte Brandstiftung, weil ganz in der Nähe des Wohnprojekts eine Zaunlatte am Club „Chekov“ brannte.Mehr rechte Gewalttaten Die Zahl politisch motivierter Gewalttaten aus dem rechten Spektrum stieg im vergangenen Jahr laut Innenministerium um über ein Viertel auf 145 Fälle. Die Opferperspektive berät Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg und registriert Fälle rechter Gewalt. Sie wird vom Bundesbildungsministerium und vom Land Brandenburg unterstützt.In diesem Jahr kam das Aus für die Antidiskriminierungsberatung für Brandenburg, die Landesregierung erklärte dies mit dem Wegfall von Bundesmitteln. Die Opferperspektive hofft, ihre Anlaufstelle in Cottbus halten zu können. Wegen auslaufender Mittel müsste das Büro eigentlich schließen. Der Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) sagte am Donnerstag: „Zuallererst müssen wir uns um die Opfer solcher Attacken kümmern und brauchen dafür die notwendigen Strukturen und Finanzen.“© dpa-infocom, dpa:260703-930-325893/1
Mutmaßlicher Anschlag: Verein für mehr Courage gegen rechts
Cottbus (dpa) - Nach dem mutmaßlichen rechten Brandanschlag in Cottbus dringt der Verein Opferperspektive auf mehr Mut gegen Extremismus. „Nötig ist auf jeden Fall entschlossenes Handeln gegen rechte Gewalt auf vielen Ebenen“, sagte die Beraterin Dorina Feldmann der Deutschen Presse-Agentur. Das gehe von einer solidarischen Stadtgesellschaft über mehr Polizeipräsenz bis hin zu einer konsequenten Strafverfolgung. Sie kritisierte, dass Verfahren solcher Angriffe bis zu sechs Jahren dauern könnten.Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf das alternative Wohnprojekt „Zelle 79“ in Cottbus ermitteln Staatsschutz und Mordkommission wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Die Polizei geht davon aus, dass die zwei Tatverdächtigen aus dem rechtsextremistischen Spektrum stammen. Die Ermittler prüfen auch eine versuchte Brandstiftung, weil ganz in der Nähe des Wohnprojekts eine Zaunlatte am Club „Chekov“ brannte.Mehr rechte Gewalttaten Die Zahl politisch motivierter Gewalttaten aus dem rechten Spektrum stieg im vergangenen Jahr laut Innenministerium um über ein Viertel auf 145 Fälle. Die Opferperspektive berät Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg und registriert Fälle rechter Gewalt. Sie wird vom Bundesbildungsministerium und vom Land Brandenburg unterstützt.In diesem Jahr kam das Aus für die Antidiskriminierungsberatung für Brandenburg, die Landesregierung erklärte dies mit dem Wegfall von Bundesmitteln. Die Opferperspektive hofft, ihre Anlaufstelle in Cottbus halten zu können. Wegen auslaufender Mittel müsste das Büro eigentlich schließen. Der Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) sagte am Donnerstag: „Zuallererst müssen wir uns um die Opfer solcher Attacken kümmern und brauchen dafür die notwendigen Strukturen und Finanzen.“© dpa-infocom, dpa:260703-930-325893/1













