Ein mutmaßlich rechtsextrem motivierter Angriff auf ein Wohnprojekt in Cottbus sorgt in Brandenburg für Empörung.Die Polizei war in der Nacht zum Donnerstag zu dem Projekt »Zelle 79« gerufen worden, nachdem Unbekannte mehrere mit brennbaren Flüssigkeiten gefüllte Flaschen gegen die Fassade des Hauses geworfen hatten. Die Beamten konnten einen kleinen Brand nahe dem Wohnprojekt löschen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei gehe davon aus, dass die zwei Tatverdächtigen aus dem rechtsextremistischen Spektrum stammten, sagte ein Sprecher.
»Aufgrund der Tatsache, dass sich zur Tatzeit Personen in dem Haus aufhielten, ermittelt die Polizei zunächst wegen des Verdachts des versuchten Mordes, vorbehaltlich der konkreten Bewertung der Staatsanwaltschaft«, hieß es. Da es sich um ein alternatives Szeneobjekt handle, habe der Staatsschutz eine Ermittlungsgruppe mit der Mordkommission gegründet. Der Schutz werde verstärkt.
Polizei sucht ZeugenZudem gab es womöglich einen weiteren Angriff auf den Jugendclub »Chekov« unweit des Wohnprojektes. Dort soll die Latte eines Zaunes leicht gebrannt haben. Es laufen Ermittlungen wegen des Verdachts versuchter Brandstiftung. Die Polizei hat sich zudem mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit gewandt.










