PfadnavigationHomeSportManfred VorderwülbeckeDer „Tele-Ski“- und „Tele-Gym“-Erfinder ist totStand: 21:53 UhrLesedauer: 2 MinutenEiner der großen Wintersportexperten der ARD: Manfred Vorderwülbecke Quelle: picture alliance/United Archives/kpaManfred Vorderwülbecke prägte in den 1980ern als Moderator und Kommentator die ARD-Sportschau. Für den Bayerischen Rundfunk konzipierte er vor 50 Jahren den „Blickpunkt Sport“ und erfand das legendäre „Tele-Ski“. Nun starb er im Alter von 86 Jahren.Er war ein im positiven Sinn Ski-Verrückter und prägte jahrzehntelang die Sportberichterstattung im Bayerischen Rundfunk (BR) und bei der ARD. Nun ist Manfred Vorderwülbecke im Alter von 86 Jahren gestorben, wie der BR berichtet. Vorderwülbecke war laut BR nicht nur als Reporter, Moderator und Kommentator vor allem von Wintersportereignissen tätig, sondern auch als Ideengeber: So habe er gemeinsam mit Eberhard Stanjek vor 50 Jahren die Sendung „Blickpunkt Sport“ entwickelt. Die Sendung gehöre noch heute zu den bekanntesten Sportformaten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Ein Podcast, ein Champion, ein Rätsel – wer ist der Gast? Raten Sie mit: Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify, Apple Podcasts oder direkt per RSS-Feed.Außerdem habe der staatlich geprüfte Skilehrer, der später auch Mitglied des deutschen Skilehrer-Lehrteams wurde, in den 1970er Jahren Ski-alpin-Olympiasiegerin Rosi Mittermaier als Expertin vor die Kamera geholt und damit Weitsicht bewiesen: Ehemalige Aktive als TV-Experten gehören heute zur Sportberichterstattung auf allen Kanälen dazu.Fit für die Piste mit „Tele-Ski“Auch auf seine Idee ging „Tele-Ski“ im BR zurück: Menschen konnten daheim vor dem Fernseher Skigymnastik nach Anleitung von Wintersport-Größen wie Mittermaier, Christian Neureuther oder Franz Klammer machen und sich Tipps für die Wintersportsaison geben lassen. Das Format wurde namentlich verändert und läuft in der ARD als „Tele-Gym“ weiter.„Mit VW, wie ihn viele liebevoll nannten, verliert die BR-Sportredaktion einen Großen, einen Sympathieträger, eine Stimme des Wintersports und einen Pionier des Sportjournalismus“, sagte BR-Sportchef Christoph Netzel. Die Familie hatte den BR informiert.Vorderwülbecke kümmerte sich auch um den Reporter-Nachwuchs und war Mentor des Sportjournalisten Wolfgang Nadvornik, dem Sohn seiner Lebensgefährtin. Was viele nicht wissen: Vorderwülbecke kam als Zehnjähriger zu den Regensburger Domspatzen, für die er vier Jahre lang sang.lwö