PfadnavigationHomeSportFußballNach schwerer KrankheitReporter-Legende Ulli Potofski ist totVon Steven JörgensenVeröffentlicht am 08.08.2025Lesedauer: 4 MinutenUlli Potofski arbeitete unter anderem für RTL, DSF und Sky als Reporter im FußballQuelle: picture alliance/Chai von der Laage/Gladys Chai von der LaageUlli Potofski prägte die Berichterstattung der Bundesliga über Jahrzehnte. Zuletzt musste er mehrfach ins Krankenhaus. Jetzt starb der Journalist, der nahezu alle Großen des deutschen Fußballs interviewte.Traurige Nachricht um eine deutsche Reporter-Legende. Der Sportjournalist Ulrich „Ulli“ Potofski ist tot. Nach schwerer Krankheit ist er am vergangenen Sonntag im Alter von 73 Jahren verstorben. Zuletzt sprach er in seinem Podcast „Herz, Seele, Ball“ mehrfach über Krankenhausaufenthalte.Seit 2006 berichtete Potofski für Sky (ehemals Premiere) von der Bundesliga, dem DFB-Pokal und Wimbledon. Zudem kommentierte er auch Spiele der Zweiten Liga und des DFB-Pokals. Ursprünglich hatte er überlegt, 2023 seine Karriere zu beenden, verlängerte seinen Vertrag dann aber doch. „Ein Älterer im Team ist immer gut“, sagte Potofski damals der „Sport Bild“ zu seiner Rolle. Er verfasste zudem mehrere Kinderbücher wie „Locke bleibt am Ball“ oder „Locke stürmt los“.Sein Arbeitgeber Sky äußerte sich mit „großer Bestürzung“ zum Tod. „Ulli war ein echtes Unikat - mit großer Leidenschaft für den Sport, einer unverwechselbaren Stimme und der Fähigkeit, Menschen mit seiner uneitlen Art, Herzlichkeit und Begeisterung zu berühren“, sagte Charly Classen als Executive Vice President Sport des Senders.Der in Gelsenkirchen geborene Potofski war gelernter KochPotofskis Laufbahn begann in den 1980er-Jahren bei RTL. Bis in die 1990er-Jahre berichtete er dort über Fußball, Tennis und weitere Sportarten und war bis 2006 für den Sender aus Köln tätig. 1989 erhielt er den Bambi als beliebtester Fernsehmoderator. Von 1988 bis 1992 moderierte er die Fußballsendung „Anpfiff“, ein Pendant zur ARD-Sportschau. Zudem arbeitete er auch beim DSF (Deutsches Sportfernsehen, heute Sport1). 2006 wechselte er dann zu Sky, war seitdem ein wichtiger Teil der Berichterstattung über den deutschen Profifußball und begleitete weitere große Sportereignisse wie das Tennis-Turnier in Wimbledon. „Ulli war einer der besten Sportjournalisten seiner Zeit“, sagte Tennis-Legende Boris Becker zum Tod von Potofski.Lesen Sie auchZusätzlich zu seiner Tätigkeit als Sportreporter nahm Potofski 2016 auch bei „Let’s Dance“ teil. Joachim Llambi, Juror der RTL-Show, erinnerte an Potofskis damalige Teilnahme. „Dich zu erleben, dich zu hören, mit dir zu lachen, und so viele wundervolle Stunden mit dir zu verbringen, werde ich nie vergessen“, schrieb Llambi bei Instagram: „Du warst einer meiner absoluten Lieblingskandidaten. Nicht, weil du tänzerisch brilliert hast, das war vielleicht nicht deine größte Stärke. Aber dein Humor, dein Charme, deine Wärme, das war einzigartig. Dein Auftreten hatte Herz. Echtheit. Größe. Du wirst uns allen fehlen, Ulli. So sehr.“Und mit einem Augenzwinkern: „Tu mir bitte einen Gefallen da oben: Bring ihnen nicht das Tanzen bei, aber zeig ihnen, wie wunderbar, wie liebevoll, wie außergewöhnlich ein Mensch sein kann.“Potofski wurde in Gelsenkirchen geboren. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung als Koch, begann bald eine Medienlaufbahn bei Radio Luxemburg. 1979 wechselte Potofski zum WDR-Hörfunk. Fünf Jahre darauf heuerte er als Sportchef bei RTL plus an, wie der Sender damals hieß.Seit 2019 betrieb er den täglich erscheinenden Podcast „Herz, Seele, Ball“. Dort teilte er seinen Fans am Donnerstag mit: „Ich bin wieder in meinem Krankenhaus gelandet, werde hier hoffentlich gut versorgt. Und Herz, Seele, Ball macht weiter.“Im Mai war Potofski mehrere Tage im KrankenhausDie Folgen der nächsten Tage wurden dann von seinem Kumpel Christian Sprenger aufgenommen, der schon seit Mitte Mai wiederholt eingesprungen war. Denn: Schon im Mai war Potofski mehrere Tage im Krankenhaus und teilte dies seinen Fans im Podcast mit, ohne Details zu nennen.Vor vier Wochen postete Potofski noch ein Foto mit seiner Lebensgefährtin auf Instagram, schrieb dazu: „In guten wie in schlechten Zeiten! Meine Lebensgefährtin Nadja war immer da! Ist immer da! Seit über 10 Jahren! Danke – auf die nächsten Jahre in Liebe und Zuversicht!!!“Nun trauern viele Fans und Weggefährten um die Reporter-Legende Ulrich „Ulli“ Potofski. Unter anderem kommentierte „Let’s Dance“-Star Kathrin Menzinger den Post mit drei Herzen. An der Seite der Profitänzerin hatte Potofski 2016 an der RTL-Tanzshow teilgenommen, sich zum Publikumsliebling entwickelt.Potofski war bekennender Fan des FC Schalke 04. „Eine weitere Legende des Sports geht in diesen Tagen. Ruhe in Frieden“, schrieb ein Nutzer in den sozialen Medien.Potofski ist bereits die zweite Persönlichkeit aus dem Fußball, die in dieser Woche starb. Am Dienstagmontag war Weltmeister Frank Mill in Folge eines im Mai in Italien erlittenen Herzinfarkts verstorben.Der Text wurde für das Sport-Kompetenzcenter (WELT, „Bild“, „Sport Bild“) erstellt und zuerst in der „Bild“ veröffentlicht.
Fernsehen: Sportreporter-Legende Ulli Potofski ist tot - WELT
Ulli Potofski prägte die Berichterstattung der Bundesliga über Jahrzehnte. Zuletzt musste er mehrfach ins Krankenhaus. Jetzt starb der Journalist, der nahezu alle Großen des deutschen Fußballs interviewte.








