Nach der Hitzewelle fragt sich das Internet, wo die „Letzte Generation“ bleibt. Anders als die Klimakrise wurden die Aktivist*innen aber bekämpft.
Aktivisten der Letzten Generation blockieren die Kniprodestraße in Berlin am 24. April 2023
Jochen Eckel/imago
„Wo sind die Klimakleber? Bitte macht wieder euren Job, es ist zu heiß!“ Es ist ein kurzes Video auf Social Media, das derzeit einen Nerv trifft. „Vor Gericht oder im Knast“, antwortet Klimaaktivistin Anja Windl nur kurze Zeit später via Instagram. Windl, die durch die Proteste der Letzten Generation in Österreich bekannt wurde, saß selbst mehrere Monate in Haft. Vielen anderen gehe es ähnlich, erklärt sie: Sie müssen sich noch immer vor Gericht verantworten, sind psychisch ausgebrannt und finanziell am Ende.
Es gab eine Zeit, da waren sie, die Letzte Generation, der Blitzableiter für die Wut einer ganzen Nation. Die Aktivist*innen, auch bekannt als „Klimakleber“, prägten von ihrer Gründung 2021 bis zur Auflösung 2024 regelmäßig die Schlagzeilen. Sie blockierten Straßen, klebten sich auf dem Asphalt fest, störten Veranstaltungen, beschmierten Gebäude und Kunstobjekte. Mit zivilem Ungehorsam wollten sie mehr Klimaschutz erzwingen.










