Der US-Dollar hatte einen holprigen Start. Die erste Währung der USA war der Kontinental-Dollar. Er wurde 1776 zur Finanzierung des Unabhängigkeitskriegs gegen Großbritannien als Papierwährung eingeführt, da dem jungen Staat Gold und Silber fehlten. Hohe Kriegsausgaben führten zu einer starken Ausweitung der Geldmenge, Hyperinflation und einem raschen Vertrauensverlust. Innerhalb von fünf Jahren verlor der Kontinental-Dollar 99 Prozent seines Wertes. 1785 beschloss der Kongress die Einführung des US-Dollars. Mit dem Coinage Act von 1792 entstand die weltweit erste Dezimalwährung, deren Wert durch Gold und Silber gedeckt war. Das feste staatliche Austauschverhältnis zwischen beiden Edelmetallen führte jedoch zu den Problemen des Bimetallismus: Je nach Marktpreis verschwand das wertvollere Metall aus dem Umlauf, während das weniger wertvolle als Zahlungsmittel verwendet wurde (Greshamsches Gesetz). Auch die Änderung des Gold-Silber-Verhältnisses konnte diese Schwierigkeiten nicht dauerhaft lösen. Mit dem Gold Standard Act von 1900 stellten die USA deshalb endgültig auf den klassischen Goldstandard um.