Schwimmen in der Donau, auf dem Fahrrad etwas Grün suchen, die alte Klima anschmeißen. Vom verzweifelten Versuch, aus der Hitze in Wien zu fliehen.

„Wahnsinn, ist das heiß!“: Wien bei Extremtemperaturen am 30. Juni

Elisabeth Mandl/reuters

S ervus aus Wien! Heute beträgt die Höchsttemperatur hier 27 Grad. Richtig angenehm. Jedenfalls dann, wenn man die letzten Tage erlebt hat. Wien hat gebrodelt und viele fühlten sich wie die Hummer im Kochtopf: „Wahnsinn, ist das heiß!“, entweicht es A. deshalb auch, als wir unlängst in Wiens 7. Bezirk ankommen.

Die Neubaugasse wirkt verwaist in der unerbittlichen Sonne, nur hier und da ein Verzweifelter, der von einer Erfrischung versprechenden Nebeldusche zur nächsten hüpft. Von der Stadt gesponserte Wasservernebler, so etwas gibt es wirklich, wundere ich mich als Infrastruktur-Geplagte Berlinerin. Allerdings erblickt man die Vernebler, die mehr Marketinggag als nachhaltiger Hitzeschutz sind, vor allem in den schickeren Gegenden der Stadt; in den Betonschluchten der ärmeren Bezirke ist es bei diesen Temperaturen dann vollends unerträglich.