Das NASA-Weltraumteleskop TESS hat erstmals einen Exoplaneten über den sogenannten Mikrolinseneffekt gefunden und damit eine wichtige Grundlage für die Suche nach einer zweiten Erde gelegt. Das hat das verantwortliche Forschungsteam publik gemacht. Zwar gehört die Methode schon zu den produktiveren bei der Suche nach anderen Planeten, aber von den 278 auf diesem Weg entdeckten Exoplaneten wurde nur einer von einem Weltraumteleskop identifiziert. Dass der Transiting Exoplanet Survey Satellite ebenfalls dazu in der Lage ist, untermauert nun die Erwartungen an das Nancy Grace Roman Space Telescope, das auf diesem Weg hunderte Exoplaneten finden soll. Die Methode ist gegenwärtig die einzige, mit der wir routinemäßig einen Planeten wie unsere Erde nachweisen könnten.
Für den Fund gar nicht ausgelegt
Als Mikrolinseneffekt wird in der Astronomie ein Spezialfall von sogenannten Gravitationslinsen bezeichnet, bei denen ein massereiches Objekt im Vordergrund Lichtstrahlen dahinter liegender Objekte so stark biegt, dass sie davor mehrfach zu sehen sind. Mikrolinsen erzeugen dabei aber – anders als große Gravitationslinsen – keine voneinander trennbaren Bilder. Lediglich eine Aufhellung des dahinter liegenden Objekts ist auszumachen. TESS ist für diesen Nachweis überhaupt nicht ausgelegt, das Weltraumteleskop sucht eigentlich umfangreich nach wiederkehrenden Helligkeitsverlusten bei Sternen, die auf davor vorüberziehende Exoplaneten zurückzuführen sind.













