Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat der US-Regierung laut einem Bericht einen Einstieg der Vereinigten Staaten als Anteilseigner vorgeschlagen. Durch eine 5-prozentige Beteiligung der Regierung von US-Präsident Donald Trump (80) wolle das Unternehmen politische Hürden beseitigen, berichtete die „Financial Times “ am Donnerstag und berief sich dabei auf zwei mit der Sache vertraute Personen. OpenAI-Chef Sam Altman (41) habe eine mögliche Staatsbeteiligung mit ​US-Präsident Trump, Handelsminister Howard Lutnick ‌(64) und Finanzminister Scott Bessent (63) sowie dem demokratischen Senator Bernie Sanders (84) erörtert. Weder OpenAI noch die US-Regierung waren für eine Stellungnahme zu erreichen. Nach Vorstellung von Altman sollten andere KI-Firmen aus den USA einen vergleichbaren Anteil an den Staat abgeben. Dem Bericht zufolge haben Altman und andere OpenAI-Vertreter vorgeschlagen, dass jeder der führenden KI-Entwickler aus den USA 5 Prozent seiner Anteile in einen Fonds einbringt, der dem Alaska Permanent Fund ähnelt. Dieser Staatsfonds investiert die Einnahmen aus dem Ölgeschäft Alaskas in Aktien und schüttet Dividenden an den Bundesstaat und seine Einwohner aus.

Intel verkaufte der Regierung nach Trump-Druck 10 Prozent des UnternehmensIm vergangenen Monat hatte Trump eine Staatsbeteiligung an KI-Firmen angeregt, damit US-Bürger von den erwarteten Gewinnen der Branche ‌profitieren können. OpenAI-Rivale Anthropic brachte eine „digitale Dividende“ ins Gespräch. Diese Auszahlung an US-Bürger solle durch eine KI-Steuer finanziert werden.Ein ähnliches Geschäft hatte zuletzt Chiphersteller Intel mit der Regierung abgeschlossen und der Trump-Administration 10 Prozent des Unternehmens verkauft. Zuvor hatte der US-Präsident Intel-CEO Lip-Bu Tan (66) öffentlich hart angegangen, sich aber nach dem Teilerwerb hinter das Unternehmen gestellt.