Die EU-Kommission hatte 2018 festgestellt, dass Google mit dem Betriebssystem Android seine Marktmacht missbrauche. Dabei ging es um drei Aspekte:Erstens mussten Smartphone-Hersteller bestimmte Apps auf allen Android-Geräten vorinstallieren, wenn Googles App-Store Play genutzt werden sollte. Im Zentrum standen vor allem die Suchmaschine Google Search und der Browser Chrome.Zweitens bekamen die Hersteller Lizenzen für den Play Store nur, wenn sie ausschließlich mit Android ausgestattete Smartphones verkauften. Android ist das meistbenutzte Smartphone-System der Welt, der Marktanteil liegt bei rund 80 Prozent. Es läuft unter anderem auf Geräten von Samsung oder Xiaomi.Drittens gab Google nur dann einen Teil der Werbeeinnahmen weiter, wenn Handyhersteller und Netzbetreiber sich verpflichteten, auf einem bestimmten Sortiment keine Suchmaschine der Konkurrenz vorzuinstallieren.Die Kommission erklärte, dass Google seine marktbeherrschende Stellung missbraucht habe. Ursprünglich verhängte sie eine Geldbuße von 4,34 Milliarden Euro. Google änderte die beanstandeten Praktiken und erlaubt etwa anderen Herstellern Google-Dienste auch ohne Chrome und Browser. Trotzdem wehrte sich der Konzern gerichtlich gegen die Geldstrafe.