Die Regierungskoalition will Familien sowie Gering- und Normalverdiener mit einer umfassenden Steuerreform entlasten und im Gegenzug Spitzenverdiener stärker zur Kasse bitten. Das Entlastungsvolumen belaufe sich auf insgesamt rund zehn Milliarden Euro pro Jahr, teilten die Spitzen von Union und SPD am Donnerstag in Berlin mit.Eine Familie mit zwei Kindern könne ab 2028 um mehr als 600 Euro jährlich entlastet werden. Finanziert wird dies unter anderem durch eine Anhebung der sogenannten Reichensteuer. „Wir wollen Deutschland wieder flott kriegen“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Das Ziel sei, für mehr Beweglichkeit der Unternehmen, den Erhalt des Sozialstaats und die Entlastung von Arbeitnehmern und Firmen zu sorgen.Kern des Pakets ist die zum 1. Januar 2027 geplante Reform der Einkommensteuer. Die Entlastung soll durch höhere Grund- und Kinderfreibeträge, eine Erhöhung des Kindergeldes sowie des Arbeitnehmerpauschbetrags erreicht werden. Die Gegenfinanzierung erfolgt vor allem über zwei neue Stufen bei der Reichensteuer: Ab einem zu versteuernden Einkommen von 250.000 Euro soll künftig ein Satz von 45 Prozent gelten, ab 280.000 Euro einer von 47 Prozent.„Die Höchstverdiener in diesem Land werden also einen größeren Anteil übernehmen. Das ist gerecht“, sagte SPD-Chef Lars Klingbeil. Zudem wird der Pauschalsteuersatz für Minijobs von zwei auf fünf Prozent angehoben und die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen reduziert. Hier finden Sie das beschlossene Reformprogramm von Schwarz-Rot als PDF-Datei. Hier finden Sie eine erste Analyse zum Reformpaket und eine Erklärung der wichtigsten Punkte:(Tsp)
Der Reformkatalog zum Download: Hier finden Sie das beschlossene Programm von Schwarz-Rot als PDF-Datei
Die Regierungskoalition will Familien sowie Gering- und Normalverdiener mit einer umfassenden Steuerreform entlasten und im Gegenzug Spitzenverdiener stärker zur Kasse bitten.











