PfadnavigationHomeSportFußballWMMagenta TV„Jetzt kommt das Pressingverhalten des Ordners“ – drei Flitzer in der TV-TaktikanalyseStand: 23:42 UhrLesedauer: 3 MinutenRegelverstoß: Ein Fan läuft während des Spiels auf den PlatzQuelle: Maddy Grassy/AP/dpaBeim Sechzehntelfinale zwischen Belgien und Senegal stürmen nach einer halben Stunde drei Flitzer das Spielfeld. Magenta TV beweist Spontanität und Humor und lässt Taktik-Guru Jan Henkel in der Pause das Verhalten von Störern und Ordnern analysieren.Sportlich gab es nicht viel zu besprechen. Senegal genügte in seinem Sechzehntelfinale gegen Belgien eine ordentliche Leistung, um mit einer 1:0-Führung in die Pause zu gehen.Bei Magenta TV hatten sie also noch Optionen, um in der Pause die Sendezeit zu füllen – und fällten eine überraschende redaktionelle Entscheidung. Anstelle der gewohnt präzisen Spielanalyse von Taktik-Papst Jan Henkel gab es Unkonventionelles aus dem Studio in München.Statt dem Zuschauer mit einer typischen Szene die taktischen Feinheiten und Erkenntnisse der ersten Halbzeit aus Seattle zu erklären, pickte sich Henkel einen Moment aus der 31. Minute heraus, an dem die beiden Mannschaften gar nicht beteiligt waren. Henkel bleibt bierernst„Es geht um Intensität, um Pressingverhalten, Schwarmverhalten, es ist alles drin. Und achtet mal drauf, wir sind von der Hintertorkamera draufgegangen“, eröffnete er, um dann zu verdeutlichen, dass er sich damit ausnahmsweise auf keinen der 22 Spieler bezog: „Hier unten in dem Bereich“, führte er fort und wies mit dem Finger auf den Monitor, „eins, zwei, drei, da kommen drei Flitzer rein. Jeder hat seine eigene Geschichte. Achtet bitte auf diesen Ordner hier unten...“Henkel war voll in seinem üblichen Analyse-Sprech, blieb bierernst, widmete sich aber hochseriös den drei Störenfrieden und den eilig aufs Feld hinterhergelaufenen Ordnungskräften: „Ich gehe nochmal einen Tick zurück. Also wie der auf den ersten Metern dort rangeht, das ist Wahnsinn. Und vor allen Dingen geht es jetzt weiter. Jetzt kommt das Pressingverhalten des Ordners. Er ist da“, so Henkel, als der erste Flitzer eingefangen war.„Beim griechisch-römischen gibt es zwei Punkte dafür. Takedown nennt man das. Ich gehe nochmal einen Tick zurück, weil der Zweite geht erstmal. Das ist fast ein Vergehen, Trikot ziehen. Auch hier stark gewesen“, urteilte er über den Ordner, der Flitzer zwei am T-Shirt zu fassen bekommen hatte. „Der Dritte, das ist für mich so ein bisschen der Messi der Flitzer“, adelte Henkel und lieferte Zahlen: „25 km/h Höchstgeschwindigkeit, und das ist das Schwarmverhalten der Ordner, 1, 2, 3, 4, hier unten kommt der Fünfte, hier wird noch abgeführt, und das ist normalerweise die Assist-Zone, die wird jetzt zur Catching-Zone. Also ein 5 gegen 1 im Strafraum, am Ende waren es knapp 150 Meter, die er gelaufen ist.“Kerner im fernen New York und der neben ihm stehende Jürgen Klopp reagierten belustigt. „Hätte er einen Football dabei gehabt, wäre er jetzt kurz vorm Touchdown gewesen“, sprang Klopp kurzerhand mit auf: „Er wäre kurz vorm Touchdown gewesen.“Lesen Sie auchHenkel meldete sich noch einmal aus München: „Also, wir haben das ein bisschen flapsig gemacht. Es ist gutgegangen. Flitzer sind blöd. Einfach mal eine andere Analyse“, so Henkel etwas entschuldigend, schlug dann aber die Brücke zur Partie insgesamt: „Pressingverhalten und Intensität waren in der 31. Minute am höchsten.“
WM 2026: „Jetzt kommt das Pressingverhalten des Ordners“ – drei Flitzer in der TV-Taktikanalyse - WELT
Beim Sechzehntelfinale zwischen Belgien und Senegal stürmen nach einer halben Stunde drei Flitzer das Spielfeld. Magenta TV beweist Spontanität und Humor und lässt Taktik-Guru Jan Henkel in der Pause das Verhalten von Störern und Ordnern analysieren.












