Der Mann, an dem in diesen Tagen Chinas Fußballhoffnung hängt, hat auf internationaler Bühne noch nie ein Tor geschossen. Darf er auch nicht. Ma Ning, 47 Jahre alt, ist Schiedsrichter. Er und seine Assistenten sind die einzigen chinesischen Teilnehmer bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft. In seiner Heimat wird Ma trotzdem behandelt wie ein Star. Konzerne wie Lenovo, Hisense und Mengniu werben mit ihm. Hunderttausende folgen ihm in den sozialen Medien. Unter einem seiner Posts mahnt ein Nutzer den Referee: „Sei bloß nicht schwach. Immerhin steht ein mächtiges Land hinter dir! Und eine Null-Mann-Fußballmannschaft.“
Fußball in China mit großen Problemen: Wenn selbst Xi Jinping am Aufstieg scheitert
China hat große Ziele ausgerufen: schnell aufsteigen, spätestens 2050 Weltmeister werden. Doch die Prestige-Strategie ist zur Posse über Macht und Korruption verkommen.









