Nein, diese Serie ist noch nicht beendet. Ich muss mich aber dafür entschuldigen, dass ich sie in der vergangenen Woche einmal aussetzen musste. Die Kombination aus Schlafmangel, den ich der Weltmeisterschaft zu verdanken hatte, und Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad Celsius sorgte dafür, dass ich es nicht übers Herz brachte, mich draußen zu quälen. Und ohne Lauf kann ich ja schlecht ein Stück übers Laufen schreiben, oder?Nun ist Deutschland aber ausgeschieden. Und die Hitze, sie hat nachgelassen. Naja, warm ist es schon noch, aber ich habe mich wieder rausgewagt. Und ich hatte ein Ziel im Kopf.

Die neue Tartanbahn

Statt mal wieder kreuz und quer durch Lichtenberg, Friedrichshain oder Alt-Treptow zu laufen, wollte ich etwas Neues austesten. Über das vergangene Jahr hinweg kam ich immer wieder an einer Laufbahn vorbei, die wegen Bauarbeiten aber nicht benutzbar war. Nun, seit kurzem ist sie fertig und ich sah wieder Menschen im Kreis laufen. Das wollte ich auch ausprobieren.Die erste Frage, die ich mir stellte, war: Gehe ich zur Laufbahn oder jogge ich dorthin? Ich entschied mich, direkt loszulaufen, spürte aber sofort, dass ich nach meiner kurzen Pause und nach einer langen WM-Nacht nicht über meine vollen Kräfte verfügte. Und auch wenn es nicht mehr 40 Grad sind, merkt man 28 Grad unter der prallen Sonne auch relativ schnell. Endlich bei der Laufbahn angekommen, habe ich meinen Körper bereits protestieren gespürt. Dabei war ich erst knapp 900 Meter gelaufen. Aber was soll’s, dachte ich. Die Laufbahn wollte ich nun trotzdem austesten. Seit der Schule war ich nicht mehr auf solchem roten Material gelaufen, und in einem guten Zustand war es damals nicht.