Razzien mit einem Großaufgebot von Ermittlern, großformatige Schlagzeilen und Topmanager im Fahndungsvisier – wenn Staatsanwälte gegen Wirtschaftsführer ermitteln, steht meist viel auf dem Spiel. Für die Manager ihr Ruf und nicht selten auch ihr Vermögen. Aber auch für die oft mau ausgestatteten Ermittler, die nicht selten gegen eine Übermacht hoch bezahlter Anwälte kämpfen.

Es brauche „eine Straßenkämpfermentalität“, um sich hier Respekt zu verschaffen, formulierte es ein Verteidiger gegenüber meiner Kollegin Katharina Slodczyk. Sie hat sich anhand eines prominenten Falles im DFB-Umfeld exemplarisch angeschaut, was bei so einem Verfahren alles schiefgehen kann und wo die Schwachstellen liegen. Spoiler: Im Fall des DFB-Schatzmeisters schoss der ermittelnde Staatsanwalt – ähnlich wie Jonathan Tah (30) – weit über das Ziel hinaus. Zu dem lesenswerten Lehrstück zum Thema Wirtschaftskriminalität geht es hier entlang.

DFB-Schatzmeister gegen Staatsanwalt: Wo bei Wirtschaftsstraffällen die Tücken liegen

Die Wirtschaftsnews des Tages:Apropos DFB: Ermittler der Staatsanwaltschaft Bochum haben am Mittwoch die Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt am Main sowie zahlreiche Stadtverwaltungen im Bundesgebiet durchsucht. Der Verdacht: Vorteilsgewährung.Lukrative Präsidentschaft: US-Präsident Donald Trump (80) versilbert sein Amt auf höchst effektive Weise – 2025 nahm er allein mit Kryptogeschäften und Lizenzen für seinen (abgestürzten) Memecoin mehr als eine Milliarde Dollar ein. Sein Privatvermögen hat Trump laut „Forbes“ zwischen 2024 und 2026 von 2,3 Milliarden auf 6,5 Milliarden Dollar erhöht. Da sind die WM-Tickets für 15.000 Dollar, die sein Kumpel Gianni Infantino (56) Trump schenkte, nur Peanuts.Der amerikanische KI-Anbieter Anthropic darf seine Topmodelle Mythos 5 und Fable 5 jetzt auch wieder Ausländern zur Verfügung stellen. Die US-Regierung, die die Bereitstellung zeitweise gesperrt hatte, hat die Exportbeschränkungen aufgehoben. Unter vertrauenssichernde Maßnahmen für Europa läuft das Hin und Her jedoch nicht.