Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen steckt seit Jahren in der Krise. Auf der Suche nach den Schuldigen für das Schlamassel hat der Aufsichtsrat jetzt zwei Ex-Vorstände ausgemacht. Nach Informationen meines Kollegen Christoph Seyerlein wollen die Kontrolleurinnen und Kontrolleure Stephan von Schuckmann (52), ehemals Vorstand der Antriebssparte, und Ex-Finanzchef Konstantin Sauer (66) für das Debakel im Geschäft mit E-Auto-Antrieben zur Verantwortung ziehen. ZF erhebt demnach Schadensersatzforderungen in noch ungenannter Höhe.
Der Konzern ist mit Getrieben für Verbrennungsmotoren groß und erfolgreich geworden, kämpfte sich als Neueinsteiger in die Elektromobilität. Das Problem: Viele der E-Aufträge waren wirtschaftlich offenbar nicht tragbar. Die neuen Produkte rissen Milliardenlöcher in die Bilanz. Aber ist es denkbar, dass zwei Vorstände allein die problematischen Aufträge durchdrückten? Christoph gehört zu den besten Kennern des Innenlebens des Friedrichshafener Konzerns und leuchtet die Hintergründe für uns aus: Was es mit der Strafaktion auf sich hat , die ausgerechnet unter dem Namen „Phönix“ läuft.
Toxische Aufträge? Der frühere ZF-Antriebschef Stephan von Schuckmann und Ex-Finanzvorstand Konstantin Sauer






