PfadnavigationHomeRegionalesHamburgStaatsanwaltschaft bestätigt Kindesverletzung im Fall StadeStand: 15:14 UhrLesedauer: 2 MinutenBlumen für die sechs Todesopfer von Stade.Quelle: Jörn Hüneke/dpaEin Sorgerechtsstreit soll die schreckliche Tat von Stade ausgelöst haben. Dem ging eine Behandlung der verletzten Tochter des Verdächtigen und eine anschließende Bedrohung voraus.Die Staatsanwaltschaft Hannover führt ein Ermittlungsverfahren gegen den Tatverdächtigen von Stade wegen des Verdachts der Bedrohung. «Der Beschuldigte soll am 22. April im Zusammenhang mit der Behandlung seiner Tochter wegen eines Schütteltraumas gegenüber Ärzten der MHH aggressiv aufgetreten sein und ihnen verbal gedroht haben», teilte ein Sprecher der Behörde mit. Die Ermittlungen dauerten an.Eine von dem 45-Jährigen am 5. Mai an die Ärzte der Medizinischen Hochschule Hannover versandte Mail erfülle dagegen nicht den Tatbestand der Bedrohung. Das Verfahren wurde eingestellt, wie es weiter hieß.Im Sorgerechtsstreit um das dreimonatige Kind steht zudem noch eine Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Celle aus. Beide Elternteile hätten Beschwerde gegen ein familiengerichtliches Eilverfahren vom Amtsgericht Neustadt am Rübenberge eingelegt, bestätigte eine Sprecherin des OLG. Das Amtsgericht hatte unter anderem angeordnet, dass die Kindsmutter und die Tochter gemeinsam in einer Mutter-Kind-Einrichtung untergebracht werden sollen. Zudem bestätigte das Amtsgericht in seiner Entscheidung, dass den Eltern die Gesundheitssorge entzogen bleibt.Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass das Motiv für die tödlichen Schüsse auf sechs Menschen in Stade der Sorgerechtsstreit ist. Der 45 Jahre alte Tatverdächtige aus dem Raum Hannover sitzt in Untersuchungshaft. Auch die Tatbeteiligung der beiden Frauen - die Mutter des Babys und die Begleiterin des 45-Jährigen - ist noch Gegenstand der weiteren Ermittlungen, bestätigte die Staatsanwaltschaft Stade. Weitere Details wolle man derzeit nicht nennen.dpa-infocom GmbH