PfadnavigationHomePolitikDeutschlandAfD-ChefinWeidel weist BSW‑Vorstoß zurück – aber zeigt sich offen für GesprächeStand: 15:26 UhrLesedauer: 2 MinutenAlice WeidelQuelle: Michael Kappeler/dpaDas BSW sucht eine Annäherung an die AfD, doch in Mecklenburg‑Vorpommern stößt der Vorschlag auf klare Ablehnung. AfD‑Kandidat Leif-Erik Holm spricht von Wahlkampftricks. Alice Weidel lässt dennoch Optionen offen.Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel hat den BSW-Vorschlag für gemeinsame Wahlkampfauftritte abgelehnt. Das schreibt der „Spiegel“ unter Berufung auf den Sprecher von Weidel. Die AfD stünde „selbstverständlich“ für einen Dialog bereit, jede Partei sei allerdings für ihren Wahlkampf selbst verantwortlich. Einem Dialog nach der Wahl schloss Weidel dagegen nicht aus. Das BSW stehe vor der Herausforderung, mehr als fünf Prozent der Stimmen zu erhalten. „Sollte es das erreichen, ist die AfD selbstverständlich zu Gesprächen bereit“, erklärte der Sprecher.Lesen Sie auchAus Mecklenburg-Vorpommern selbst wurde das Angebot des BSW, vor der Landtagswahl im September ein öffentliches Rededuell der Spitzen beider Parteien zu veranstalten, mit deutlichen Worten abgelehnt. „Das BSW bangt um die Fünf-Prozent-Hürde und muss sich jetzt ins Gespräch bringen über einen vergifteten Brief“, sagte AfD-Co-Landessprecher Leif-Erik Holm. Ähnliches hatte er zuvor der „Ostsee-Zeitung“ gesagt.Die BSW-Bundesvorsitzenden Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali sowie Generalsekretär Oliver Ruhnert hatten ein Schreiben an die AfD-Bundesvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla gerichtet und öffentliche Duelle in Schwerin und Magdeburg vorgeschlagen. Die dortigen Länderparlamente werden im September neu gewählt.Lesen Sie auchDem BSW schweben öffentliche Debatten etwa auf einem Marktplatz zwischen Alice Weidel und BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht vor.Lesen Sie auchHolm, der auch Ministerpräsidentenkandidat seiner Partei ist, sprach von Politmarketing. „Warum sollten wir das machen?“ Man wisse, dass vom BSW keine Unterstützung bei der Wahl der Landesregierung kommen werde. „Wir müssen alleine regieren und genau dafür kämpfen wir auch jetzt im Wahlkampf.“In dem BSW-Schreiben heißt es zwar: „Nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist unser Wahlziel die Abwahl der Amtsinhaber und ihre Ersetzung durch überparteiliche Ministerpräsidenten, die in den Landtagen mit wechselnden Mehrheiten regieren unter Einbindung der AfD.“„Keine Koalition mit der AfD“Der BSW-Landesvorsitzende Peter Schabbel stellte aber klar: „Es wird weder eine Koalition mit der AfD geben noch wird das BSW einen AfD-Ministerpräsidenten wählen. Diese Haltung ist eindeutig und unverändert.“Im Schreiben der BSW-Bundesspitze heißt es, es gebe wesentliche Unterschiede zur AfD. Auch gebe es in der AfD Rechtsextremisten. Dennoch wird das Konzept der sogenannten Brandmauer als Abgrenzung zur AfD kritisiert. „Wir entscheiden grundsätzlich immer in der Sache und nicht danach, wer in den Parlamenten die Anträge stellt.“dpa/nw
AfD-Chefin Weidel weist BSW‑Vorstoß zurück – aber zeigt sich offen für Gespräche - WELT
Das BSW sucht eine Annäherung an die AfD, doch in Mecklenburg‑Vorpommern stößt der Vorschlag auf klare Ablehnung. AfD‑Kandidat Leif-Erik Holm spricht von Wahlkampftricks. Alice Weidel lässt dennoch Optionen offen.












