46 Tage nach dem letzten Pflichtspiel der abgelaufenen Saison gegen den FC Augsburg (4:0) standen die Profis des 1. FC Union Berlin am Mittwochvormittag erstmals wieder gemeinsam auf dem Trainingsplatz an der Alten Försterei. Bereits am Montag und Dienstag hatte sich die Mannschaft in zwei unterschiedlichen Gruppen für die obligatorischen sportmedizinischen Untersuchungen in der Charité getroffen, jetzt rollte auch endlich wieder der Ball. Mittendrin: Mauro Lustrinelli, neuer Trainer der Köpenicker und Hoffnungsträger darauf, dass die Eisernen in der kommenden Spielzeit konstantere Leistungen auf den Platz bekommen als unter Vorgänger Steffen Baumgart. Der musste im April nach einer peinlichen 1:3-Niederlage beim späteren Absteiger 1. FC Heidenheim seinen Hut nehmen. Marie-Louise Eta übernahm interimsweise und holte sieben Punkte aus fünf Partien. Nun also der Neustart mit dem 50-jährigen Schweizer.

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1. FC Union Berlin: Viele Kader-Baustellen zum Aufgalopp

„Es sind bis jetzt nur ein paar Tage, in denen ich hier in Berlin war, aber die fühlten sich an wie mehrere Monate“, schmunzelte Lustrinelli nach der ersten Einheit, die nach 70 Minuten beendet war. „Wir hatten mit dem Staff und der Mannschaft vorher schon fantastische Teamevents, in denen wir uns besser kennenlernen konnten. Jetzt werden wir versuchen, auch auf dem Platz eine Einheit zu werden.“ Eine „Siegermentalität“ will der Mann, der den FC Thun in der Schweiz sensationell zur Meisterschaft geführt hatte, im Berliner Südosten implementieren. „Wir wollen mit Energie spielen und einen Teamspirit aufbauen“, verriet Lustrinelli, der in seiner ersten Einheit viele Kommandos seinen Co-Trainern überließ, dann aber auch immer wieder selbst ins Geschehen eingriff.