Es gab Handwerk und Feste: Im nordirischen Haughey's Fort hat sich laut einer Studie schon vor rund 3000 Jahren eine organisierte Siedlung entwickelt. Forscher sehen es als Teil einer noch viel größeren Anlage.

01.07.2026, 15.08 Uhr

Küste Nordirlands (Symbolbild): Schon vor 3000 Jahren entwickelten sich in Nordirland erste organisierte Siedlungen

Eine historische Stätte in Nordirland könnte zu den ersten größeren, organisierten Siedlungen in Westeuropa gehört haben: In Haughey's Fort in der Nähe von Armagh soll es bereits ab etwa 1200 v. Chr. Besiedlung gegeben haben. Das berichten Archäologen von der University of Glasgow und von der Queen's University Belfast in einer Studie , die nun im Fachblatt »Antiquity« erschien.

»Unsere Forschung belegt ein Ausmaß an Größe, Organisation und Vernetzung im Irland der Bronzezeit, das bisher nicht vollständig erkannt wurde«, sagt James O'Driscoll, Co-Autor der Studie, in einer Mitteilung . Die Funde aus Haughey's Fort deuteten auf eine dichte Siedlung aus der Bronzezeit hin, in der Handwerksproduktion, Tauschhandel und gemeinschaftliche Aktivitäten zusammengekommen seien. »Im breiteren westeuropäischen Kontext zählt Haughey's Fort damit zu den deutlichsten Beispielen für ein proto-urbanes Zentrum und zeigt, dass sich vor etwa 3000 Jahren große, organisierte Siedlungen zu bilden begannen.«