Bundeskanzler Friedrich Merz steht in Sachsen-Anhalt nicht zur Wahl. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auch nicht. Der ukrainische Präsidentin Wolodymyr Selenskyj schon gar nicht. Und doch prägen sie den Wahlkampf, mit dem das Bündnis Sahra Wagenknecht erstmals in den Magdeburger Landtag einziehen will.
Unter dem Slogan „Der Osten bleibt anders“ zieht das BSW Sachsen-Anhalt mit KI-generierten Plakaten in den Wahlkampf. Die Motive sind provokant und fast durchgehend bundespolitisch. Es geht um Nord Stream, Sanktionen gegen Russland, Rentenkürzungen, Meinungsfreiheit, Pflegekosten und den Kanzler. Landespolitik kommt auch kurz vor: bei Bildung.
Die Partei will damit jene Menschen erreichen, „die dieses Land jeden Tag am Laufen halten“, sagt BSW-Landeschef John Lucas Dittrich dieser Zeitung: Arbeitnehmer, Auszubildende, Rentner, Handwerker, Industriearbeiter, Pflegekräfte und kleine Unternehmer. Rund 10.000 Plakate sollen im Land hängen, dazu Großflächen und weitere Werbeträger. Auch online will das BSW die Motive breit ausspielen: Social Media habe im Wahlkampf einen „sehr hohen“ Stellenwert Doch wer die Motive betrachtet, findet weniger Kritik an Magdeburg als an Berlin, Brüssel, Kiew und Washington.













