Die amerikanischen Juden sind natürlich dabei, wenn die Vereinigten Staaten am 4. Juli ihren 250. Geburtstag feiern. Sie gehörten ja von Anfang an dazu, und eigentlich noch viel länger. Sie begingen bereits 1904 den 250. Jahrestag der ersten jüdischen Gemeinde in Nordamerika. Dabei hatten sich die 23 Juden, die 1654 im damaligen Nieuw Amsterdam anlegten, eher irrtümlich dorthin verirrt. Sie gehörten zu einer größeren Gruppe jüdischer Flüchtlinge aus dem ehemals niederländischen Recife im brasilianischen Pernambuco, die nach dessen portugiesischer Wiedereroberung nach Amsterdam zurückkehren wollten, denn die iberischen Machthaber duldeten keine Juden in ihrem Reich. Diese 23 aber segelten statt nach Amsterdam auf abenteuerlichem Wege, auf der Flucht vor Spaniern und Portugiesen, über Jamaika und Kuba nach Neu-Amsterdam.