Werewolves on Wheels (1971, Michel Levesque)

amazon primeEiner der besten Filmtitel überhaupt: „Werewolves on Wheels“! (im Deutschen dagegen „Blutnacht des Teufels“, gähn).Der Streifen selbst ist leider nicht ganz so wild wie Filmname oder auch die Tagline „if you’re hairy, you belong on a motorbike“ suggerieren, aber wer einen Biker-Fetisch hat, dürft hier ähnlich feuchte Höschen bekommen wie bei „The Girl On A Motorcycle“, so schön wird hier in grobkörnigem 70ies Style die Motorradgang beim Cruisen durch die Weiten Amerikas gezeigt.

Ansonsten unspektakulärere Bikerploitation als erwartet mit wirklich sehr wenig Plot oder Inhalt, aber stilistisch ein gelungenes B-Movie. (6/10)Tom Clancy’s Jack Ryan: Ghost War (2026, Andrew Bernstein)

amazon primeWahrscheinlich muss man diese Action-Streifen der großen Streamer einfach als die Straight-To-Video-Regalauffüller betrachten, die sie in der modernen Welt auch sind. Nur: für den achten van Damme und neunten Chuck-Norris-Aufguss hat damals keiner 100 Millionen im Ofen verbrannt wie hier Amazon Prime für ihre neueste Jack-Ryan-Intellgenzbeleidigung.Und das ist zudem schade, denn diese Figur war ja mal im Zentrum eines der interessanteren, immer wieder unabsichtlich Abzweigungen nehmenden Charakter-Franchise des Action-Hollywoods der 90er – zunächst ganz hervorragend mit Alec Baldwin vs Sean Connery im „Jagd auf Roter Oktober“, danach zweimal mit Harrison Ford und selbst die 2002er Variante mit Ben Affleck ist unterschätzt.In „Tom Clancy’s Jack Ryan: Ghost War“ (fixer Kandidat für unelegantesten Filmtitel des Jahres!) ist aber John Krasinski in der Hauptrolle nicht nur völlig blass und uninteressant, sondern auch die ganze Geschichte so vermurkst geschrieben, dass sie letztlich selbstredend nur in einem Hochhaus in Dubai bei sinnlosem Geknalle enden kann.