In Myanmar sind bei einem massiven Erdrutsch in einer Jademine im Norden von Myanmar mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Etwa 15 weitere Menschen wurden verschüttet und gelten als vermisst, wie Staatsmedien am Dienstag berichteten.Demnach suchten die Menschen in der stillgelegten Mine auf eigene Faust nach Edelsteinen, als infolge tagelangen heftigen Monsunregens eine Schlackenhalde einstürzte und die Menschen unter sich begrub.Myanmar ist einer der größten Jade-ProduzentenMyanmar ist einer der größten Jade-Produzenten weltweit; der nördliche Bundesstaat Kachin verfügt über die größten Vorkommen des Schmucksteins weltweit. Der Stein gilt in der Region als Glücksbringer und steht vor allem im benachbarten China hoch im Kurs. Der Abbau unterliegt jedoch keinerlei Beschränkungen.Seit Beginn des Bürgerkriegs infolge des Militärputsches im Jahr 2021 kontrollieren verschiedene Konfliktparteien zahlreiche Minen. Sie verdienen Milliarden, während die verarmte lokale Bevölkerung unter Tage schuftet oder durch die Suche nach Resten ihren Lebensunterhalt bestreitet.Hoffnungen auf bessere Standards in der Branche wurden nach Angaben internationaler Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten infolge des Militärputsches im Jahr 2021 zunichtegemacht.