Stand: 30.06.2026 • 05:36 Uhr

Anti-Migrations-Gruppen haben illegalen Zuwanderern eine Frist gesetzt: Spätestens heute sollen sie Südafrika verlassen. Zugleich wollen sie das Land in den Stillstand versetzen. Kommt es erneut zu Gewalt?

Seit Wochen organisieren in Südafrika fremdenfeindliche Initiativen Demonstrationen gegen illegale Migration. Sie machen Zuwanderer aus Nachbarstaaten für die hohe Arbeitslosigkeit, die Armut, die Kriminalität und die mangelhafte Infrastruktur im Land verantwortlich. Ihre Forderung: Bis zum 30. Juni sollen alle Migranten ohne gültige Aufenthaltserlaubnis Südafrika verlassen. Für den selbst gesetzten "Stichtag" haben die Organisationen landesweit neue Kundgebungen und einen "Shutdown" angekündigt.

Weil bei den Protesten bereits mehrere Menschen ums Leben gekommen sind, wurden die Sicherheitsbehörden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Angesichts der Ausschreitungen haben Regierungen vieler afrikanischer Länder wie Ghana, Nigeria, Mosambik, Simbabwe oder Malawi damit begonnen, ihre Landsleute zu evakuieren.

Die Gewalt ist immer wieder eskaliert