PfadnavigationHomeSportFußballWMBundestrainer-DebatteHummels fordert unmissverständlich Konsequenzen, doch Nagelsmann will weitermachenStand: 03:10 UhrLesedauer: 3 MinutenDie deutsche Nationalmannschaft verliert im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Im Elfmeterschießen versagen gleich drei Spielern die Nerven. Die Entscheidung im Video.Mats Hummels fordert nach dem deutschen WM-Aus im TV Konsequenzen, zählt den Bundestrainer, aber auch Funktionäre und eine ganze Spielergeneration an. Julian Nagelsmann aber möchte in der Verantwortung bleiben. Rückendeckung erhält er von Rudi Völler.Mats Hummels wird nicht der letzte sein, der es ausspricht. Die Debatte um die Zukunft von Julian Nagelsmann wird die kommenden Wochen begleiten. Doch der Weltmeister von 2014 war zumindest der erste, der personelle Konsequenzen forderte.Hummels begleitet die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko als Experte für Magenta TV, war für das Sechzehntelfinale aber nicht eingeteilt. Und dennoch schickte er nach dem deutschen Aus gegen Paraguay eine Videobotschaft zur Ausstrahlung. Es schien ihm wichtig zu sein.„Auf verantwortlicher Seite schreit es schon nach Konsequenzen, das kann ich nicht anders sagen. Wir hatten jetzt die Heim-EM, die Heim-Nations-League und das Turnier hier mit den Bedingungen, mit dem großen Teilnehmerfeld“, begann Hummels: „Die Heim-EM wird mir immer noch zu gut geredet, im Nachhinein sportlich von den Leistungen her. Die beiden anderen Turniere waren jeweils enttäuschend. Deswegen muss das ein Thema sein. Sowohl, glaube ich, vom Bundestrainer selbst aus, als auch vom Verband“, sagte er unmissverständlich, schränkte dann aber ein wenig ein: „Zumindest Gespräche darüber muss es geben, kann nicht anders sein. Dafür ist Fußball zu sehr Leistungssport.“Neben dem Bundestrainer und anderen Funktionären, die sich möglicherweise auch angesprochen fühlen sollten, nahm er die Mannschaft ins Visier seiner Kritik: „Auf Spielerseite kann ich mir schon vorstellen, dass einige von sich aus zurücktreten werden. Und dann, glaube ich aber auch, muss es Entscheidungen geben, dass auch Spieler, die jetzt vielleicht erst Anfang 30 sind, die jetzt aber doch schon vier, fünf, sechs Turniere ihre Chance hatten für Deutschland ein gutes Turnier zu spielen oder gute Ergebnisse zu erzielen, das nicht geschafft haben. Da muss man auch vielleicht ran.“Die Pleitenserie der DFB-Auswahl, die bereits zum dritten Mal in Folge das WM-Achtelfinale verpasste, müsse einen Alarm auslösen: „Es ist für mich kein Zufall“, so Hummels: „Es ist kein Zufall, dass da seit der EM 2016 kein einziges starkes Turnier mehr von Deutschland dabei war. Wir reden von einem Jahrzehnt! Und das fängt in erster Linie mit den Spielern an, weil wir hatten verschiedene Trainer dazwischen. Und da erwarte ich auch von einigen, dass sie selber sagen: Ich mache nicht mehr weiter. Aber ich erwarte auch, dass der aktuelle oder eventuell der neue Bundestrainer auch ein paar harte Entscheidungen trifft und treffen muss.“Völler stärkt NagelsmannDer alte oder der neue Bundestrainer? Geht es nach Julian Nagelsmann, wird die Entscheidungsgewalt weiterhin bei ihm liegen. „Ich möchte weitermachen. Ich stehe bereit. Wenn der DFB es möchte, bereite ich gern die EM und die Nations League vor. Und wenn nicht, müssen sie es mir sagen“, sagte er bei Magenta TV.Lesen Sie auch„Von meiner Seite aus finde ich, dass er ein Kämpfer ist und sich schnell gesammelt hat und wieder angreifen will“, sagte DFB-Sportdirektor Rudi Völler: „Er ist die richtige Person am richtigen Ort. Er ist ein absoluter Top-Trainer. Aber ich bin nicht der DFB allein.“Und auch der Kapitän hält seinem Bundestrainer die Treue. „Wir Spieler haben das verbockt“, stellte Joshua Kimmich fest: „Nicht der Trainer, nicht die Medien, nicht der Zuschauer.“
Deutschland - Paraguay: Hummels fordert Konsequenzen, aber Nagelsmann will weitermachen - WELT
Mats Hummels fordert nach dem deutschen WM-Aus im TV Konsequenzen, zählt den Bundestrainer, aber auch Funktionäre und eine ganze Spielergeneration an. Julian Nagelsmann aber möchte in der Verantwortung bleiben. Rückendeckung erhält er von Rudi Völler.











