PfadnavigationHomeSportFußballWMBlamage gegen Paraguay„Wir sind nur zweitklassig“, sagt HavertzStand: 02:58 UhrLesedauer: 3 MinutenDie deutsche Nationalmannschaft verliert im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Im Elfmeterschießen versagen gleich drei Spielern die Nerven. Die Entscheidung im Video.Deutschland blamiert sich gegen Paraguay und ist beim WM-Achtelfinale zum dritten Mal in Folge nur Zuschauer. Kai Havertz stellt sich und finden deutliche Worte. Sein Kapitän pflichtet ihm bei.Aus und vorbei. Deutschland blamiert sich gegen Paraguay und verliert im Sechzehntelfinale der WM 3:4 nach Elfmeterschießen. Nach Verlängerung stand es 1:1. Zum dritten Mal in Folge findet das Achtelfinale der Weltmeisterschaft ohne die deutsche Nationalelf statt. Nach einem erschreckend harmlosen und uninspirierten Auftritt gegen leidenschaftlich kämpfende Paraguayer reist das Team von Julian Nagelsmann wieder einmal vom Turnier ab, bevor es richtig losgeht.Im Elfmeterschießen scheitern gleich drei von sechs Spielern. Auch diese Disziplin ist keine Spezialität der Nationalmannschaft mehr. Den Anfang machte Kai Havertz, der mit seinem Elfmeter an Paraguays Torwart Orlando Gill scheiterte.„Mir fehlen die Worte. Meine zweite WM, zweimal eingeschissen. Die letzten Turniere waren nichts. Das Einzige, was ich sagen kann: Entschuldigung. Wir haben uns viel vorgenommen, aber jetzt wieder zu enttäuschen, ist kein schönes Gefühl“, sagte Havertz.Der Stürmer, der per Kopf in der zweiten Halbzeit getroffen hatte, deutete Probleme im Team an: „Wenn man gegen Paraguay – bei allem Respekt – ausscheidet, dann stimmt bei uns etwas nicht. Wir sind international nur zweitklassig, auf jeden Fall. Wir haben guten Fußball gespielt in den Turnieren, aber irgendetwas hat immer gefehlt. Wir Spieler müssen uns an die eigene Nase fassen. Für so ein riesiges Land mit so einer Historie – wenn man da immer wieder so früh herausfliegt, dann hat man es auch nicht verdient.“„Extrem bitter, so aufzuhören“, sagt Manuel NeuerFür Manuel Neuer war es das letzte Spiel bei einer Weltmeisterschaft. Der Torwart pflichtete Havertz bei. „Wenn du dich mit Mannschaften wie England oder Frankreich messen willst, dann musst du Teams wie Paraguay schlagen. Es ist extrem bitter, so aufzuhören“, sagte Neuer. Jeder in der Kabine sei enttäuscht und traurig: „Wir hatten nicht den Punch, das Spiel zu entscheiden und auch nicht das Quäntchen Glück. Wir haben nicht die Mittel und die Durchschlagskraft, uns Chancen zu erspielen. Wenn Paraguay zwei Elfmeter verschießt, dann musst du weiterkommen. Wir müssen das Spiel aber vorher gewinnen.“Joshua Kimmich schloss einen Rücktritt aus. Der Kapitän war bitter enttäuscht, suchte die Schuld aber nicht beim Schiedsrichter, Gegner oder den äußeren Umständen. „Wir sind schon wieder früh ausgeschieden, weil wir einen schwachen Gegner nicht schlagen konnten. Wir waren in der ersten Halbzeit sehr ungefährlich. Wir hatten nicht viele Torchancen. In jedem Spiel bekommen wir ein Gegentor, unter dem Strich war es deutlich zu wenig“, sagte Kimmich. Lesen Sie auchGegen solch einen Gegner dürfe es nicht zum Elfmeterschießen kommen: „Wir hatten 120 Minuten Zeit, das vorher zu lösen. Es ist so, dass man hier antritt, um Deutschland stolz zu machen. Ich kenne Deutschland als Kind so, dass es im Fernsehen die Nationalelf immer im Finale, Halbfinale gab. Natürlich wollen wir das den Menschen jetzt auch geben, gerade in einer Zeit, in der es uns in Deutschland extrem guttun würde, etwas zu haben, auf das man stolz sein kann. Das haben wir nicht geschafft. Dafür tragen wir alle Verantwortung. Wir Spieler auf dem Platz haben das verbockt. Ich werde niemals aufgeben.“step
Deutschland – Paraguay: „Wir sind nur zweitklassig“ – Kai Havertz findet deutliche Worte - WELT
Deutschland blamiert sich gegen Paraguay und ist beim WM-Achtelfinale zum dritten Mal in Folge nur Zuschauer. Kai Havertz stellt sich und finden deutliche Worte. Sein Kapitän pflichtet ihm bei.













