Schwere Kost bekam das Publikum im Gillette Stadium in Boston am Montagabend serviert. Die Deutsche Fußballnationalmannschaft tat sich vor 63.945 Zuschauern gegen Paraguay äußerst schwer und musste sich im Sechzehntelfinale der WM in den USA, Mexiko und Kanada mit 4:5 (1:1 , 1:1, 0:1) nach Elfmeterschießen geschlagen geben. Wie bei den beiden vorherigen Weltmeisterschaften verabschiedet sich die DFB-Elf somit schon vor dem Achtelfinale aus dem größten Fußballturnier der Welt. Kai Havertz, Nick Woltemande und Jonathan Tah hatten ihre Elfmeter verschossen.

Undav von Beginn an

Die große Frage am Montagabend lautete vorher noch: Kann es Deniz Undav auch von Anfang an? Denn etwa eineinhalb Stunden vor dem Spiel, da hatte gerade Brasilien nach 0:1-Rückstand Japan bezwungen, hatte Julian Nagelsmann die Nation damit überrascht, dass er Deniz Undav starten ließ. Der bisher torgefährlichste Nationalspieler bei dieser WM begann statt Jamal Musiala und sollte für „ein bisschen mehr Präsenz im Sechzehner“ sorgen, wie Nagelsmann vor dem Spiel erklärte. Außerdem wurde Nathaniel Brown rechtzeitig fit, um gegen Paraguay wieder die Position des Linksverteidigers von David Raum zu übernehmen.

83 Prozent Ballbesitz aber keine Gefahr