In einem Mutter-Kind-Heim in Niedersachsen wurden am Montag sechs Menschen ermordet. In einer Pressekonferenz sagte die Polizei den neuesten Ermittlungsstand. Wir haben hier zusammengefasst.

Nach den Schüssen in Stade hat die Polizeipräsidentin von Lüneburg, Katrin Schuol, Details zum mutmaßlichen Täter und zu den Opfern bekanntgegeben. Der mutmaßliche Täter, ein Deutscher mit türkischen Wurzeln, soll am Montagnachmittag sechs Menschen „eiskalt“ erschossen haben.

Hintergrund sei wahrscheinlich ein Sorgerechtsstreit gewesen. Der Täter habe am Tag einen entsprechenden Termin im Mutter-Kind-Heim gehabt. Bei den Opfern handelte es sich nach Polizeiangaben ausschließlich um Mitarbeiter der Jugendeinrichtung. Die Mutter und das dreimonatige Kind hielten sich ebenfalls in der Einrichtung auf, blieben aber unverletzt. Die Kindsmutter wird derzeit von der Polizei befragt. Der Säugling befindet sich in Obhut.

Zum Tatverdächtigen sagte Schuol darüber hinaus: „Es liegen zu ihm polizeiliche Erkenntnisse vor, unter anderem aus dem Bereich Bedrohung, aber er galt bisher nicht als absolut gewalttätig in unserem polizeilichen System.“

Nach derzeitigem Ermittlungsstand sei unklar, woher der mutmaßliche Täter die Waffe hatte und ob es mehrere Waffen gab. Sicher sei, dass der Tatverdächtige keine Erlaubnis zum Führen der gefundenen Waffe hatte.