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Kommentar: Bosch verschleißt Chefs nicht mehr langsamer als die Konkurrenz Der Blitzwechsel an der Spitze rüttelt den für seine Kontinuität bekannten Stiftungskonzern wach. Der neue Chef, Christian Fischer, muss jetzt nicht nur die Sanierung vorantreiben.

Martin-W. Buchenau 29.06.2026 - 16:12 Uhr Artikel anhörenBosch: Der Konzern ist der größte deutsche Automobilzulieferer. Foto: dpaEinen so raschen Abgang wie von Bosch-Chef Stefan Hartung nach nur viereinhalb Jahren mit Bekanntgabe vier Tage vor dem Ausscheiden am 30. Juni hat es in der Geschichte des weltgrößten Autozulieferers noch nie gegeben.Was bedeutet das für den Stiftungskonzern, der in 140 Jahren mit Christian Fischer erst seinen achten Chef nach Gründer Robert Bosch bekommt? Zunächst einmal: Wir können diese Zählung jetzt langsam einstellen. In den multiplen Krisen mit Corona, Ukrainekrieg, Chipengpässen, schleppender Elektromobilität, Handelskrieg mit den USA, Konjunktureinbruch in China und Nahostkonflikt schrumpft Bosch auf Normalmaß. Es verschleißt seine Chefs nicht mehr langsamer als mitunter deutlich nervösere börsennotierte Unternehmen.Natürlich kann man jedem Manager im Alter von 60 Jahren zubilligen, etwas anderes mit seinem Restleben anfangen zu wollen – nicht aber bei Bosch. Denn früher war es ungeschriebenes Gesetz, dass der scheidende Bosch-Chef nach zehn Jahren an die Spitze des Aufsichtsrats und – noch viel wichtiger – der Robert Bosch Industrietreuhand wechselt, um von dort aus auf Zeit die Eigentümerfunktion wahrzunehmen. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt