Nach den Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung in der niedersächsischen Stadt Stade am Montagmittag ist das Motiv noch völlig unklar. Laut Polizei gibt es sechs Tote, weitere Personen sind demnach verletzt worden. Bei den Getöteten handelt es sich um Erwachsene.In der Einrichtung sind offenbar Mutter-Kind-Wohngruppen untergebracht. Bei der Tat handelt es sich Polizeiangaben zufolge um eine „Familientragödie“. Es soll keinen politischen oder extremistischen Hintergrund geben. In den sozialen Medien überschlagen sich die Reaktionen.

Der Hintergrund: Vor fünf Tagen kam es bereits zu einem größeren Polizeieinsatz in Stade. Der Polizei war auf dem Vorplatz eines anderen Jugendhauses an der Hohenfriedberger Straße eine körperliche Auseinandersetzung zwischen 40 und 50 Personen gemeldet worden. Beim Eintreffen der ersten Funkstreifenwagen hatten sich die Personen bereits verstreut und den Beamten wurde von lediglich verbalen Streitigkeiten berichtet.

Aus dem Auto gezogen und mit Schlägen traktiert

Gegen 21.55 Uhr erschienen zwei Männer auf der Polizeiwache in Stade, um eine Strafanzeige zu erstatten, welche mit der zuerst gemeldeten Auseinandersetzung zusammenhing. Eine zunächst verbale Streitigkeit um vermeintliche Schulden sei zu einer körperlichen Auseinandersetzung eskaliert.