PfadnavigationHomePanoramaArtikeltyp:LivetickerWetter26 Menschen sterben bei Badeunfällen am Wochenende – Wetterdienst veröffentlicht Juni-BilanzStand: 16:05 UhrHinter Deutschland liegt ein Wochenende der Wetterextreme. Die Hitzewelle hat zu neuen Temperaturrekorden geführt – und viele Rettungsdienste an die Belastungsgrenze gebracht.Der diesjährige Juni ist der zweitwärmste in den Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes – nur 2019 war es heißer. Nach Angaben der DLRG sind am Wochenende mindestens 26 Menschen beim Baden ums Leben gekommen. Mehr im Liveticker.Nach einem glühend heißen Wochenende und einem vorläufigen Temperaturrekord in Deutschland von 41,7 Grad im Osten Brandenburgs ist Abkühlung in Sicht – allerdings begleitet von teils schweren Gewittern mit Starkregen und Sturmböen. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) drohen vor allem im Süden und Osten Deutschlands örtlich Gewitter mit Unwetterpotenzial, inklusive Hagel und heftigem Starkregen mit bis zu 40 Litern pro Quadratmeter. Auch der Westen und Südwesten könnten teils schwere Gewitter abbekommen, ebenfalls mit teils viel Regen und Sturmböen.Verfolgen Sie hier alle Ereignisse rund um die Hitzewelle in Westeuropa: 14:07 Uhr – Montag, 29. JuniZweitwärmster Juni mit „historischer Hitzewelle“ in DeutschlandDer diesjährige Juni ist der zweitwärmste in den Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Mit durchschnittlich 19,5 Grad Celsius war er außergewöhnlich warm, wie der DWD unter Berufung auf vorläufige Messergebnisse mitteilt. Nur 2019 sei es mit 19,8 Grad Celsius im Schnitt noch wärmer gewesen. 11:05 Uhr – Montag, 29. JuniDLRG: 26 Männer und Jungen beim Baden gestorbenAm Wochenende sind nach Angaben der Lebensretter von der DLRG mindestens 26 Menschen beim Baden ums Leben gekommen – alles Männer und Jungen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft zählte dabei auch Vermisste mit, deren Identität bekannt ist, die aber noch nicht gefunden wurden.15:58 Uhr – Montag, 29. JuniKrankenhäuser fordern mehr Investitionen in HitzeschutzAngesichts der jüngsten Hitzewelle fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft mehr Investitionen von Bund und Ländern in den Hitzeschutz von Kliniken. Notwendig sei ein Sonderinvestitionsprogramm, erklärte der Dachverband am Montag in Berlin.Die Krankenhausgesellschaft schätzte den Finanzbedarf für klimaneutrale und klimaresiliente Krankenhäuser bereits vor rund anderthalb Jahren auf mindestens 31 Milliarden Euro. Gebraucht würden etwa moderne Gebäudehüllen, wirksamer Sonnenschutz, effiziente Kühl- und Lüftungssysteme sowie eine moderne Wärme- und Kälteversorgung.Quelle: Marcus Brandt/dpa15:52 Uhr – Montag, 29. JuniHitze lässt Beton am Flughafen Hamburg aufbrechenAm Hamburger Flughafen hat die Hitze den Beton einer Start- und Landebahn aufbrechen lassen. Die kleinen Schäden mussten repariert werden, wie eine Sprecherin des Flughafens sagte.Der Flugbetrieb wurde demnach am Morgen rund eine Stunde verspätet um 7.00 Uhr aufgenommen, weil das Ersatzmaterial noch aushärten musste. Bis zum Nachmittag sei es noch zu vereinzelten Verzögerungen gekommen. Zuerst hatte die „Hamburger Morgenpost“ berichtet.12:13 Uhr – Montag, 29. JuniStraßenmeisterei streut Splitt gegen HitzeschädenSplitt auf den Straßen ist aus der Winterzeit bestens bekannt. In Nordsachsen hat die Straßenmeisterei allerdings auch an den vergangenen Hitzetagen Splitt gestreut – und dafür ihre Winterdiensttechnik genutzt. Split habe eine abstumpfende Wirkung und verhindere, dass aufsteigendes verflüssigtes Bitumen im Asphalt an Reifen haften bleibe und aus der Fahrbahn gerissen werde, teilte der Landkreis mit. So seien größere Schäden an besonders anfälligen Straßen verhindert worden. Für das Streuen des Splitts habe die Straßenmeisterei Winterdiensttechnik genutzt, mit der sonst Tausalz verteilt werde.11:07 Uhr – Montag, 29. JuniFrankreich: Kein Platz mehr in LeichenhallenDie nationale Gesundheitsbehörde Santé publique France stellt in einer vorläufigen Schätzung fest, dass vom Mittwoch bis Freitag vergangener Woche 1200 bis 1400 Todesopfer gemeldet wurden und damit deutlich mehr als im Durchschnitt von April bis Mai, als es 900 bis 1000 täglich waren. Diese Zahlen dürften aber noch steigen, weil noch nicht alle Toten erfasst wurden, die zum Beispiel zu Hause gestorben seien oder in Pflegeheimen, in denen Todesfälle noch händisch erfasst werden, heißt es.85 Prozent der Toten waren über 65 Jahre alt und besonders viele starben laut der Gesundheitsbehörde zu Hause. Laut der Nachrichtenagentur AP berichten Leichenhallenbetreiber, dass ihre Kapazitäten erschöpft seien. Nach Angaben aus dem Pariser Rathaus wurden zwei vorübergehende Lagerungsplätze für 20 Tote bereitgestellt – und auch die Krankenhäuser machten Platz für 50 weitere Leichen.10:56 Uhr – Montag, 29. JuniBlitz schlägt in Eiffelturm einDie Hitzewelle hatte auch Frankreich fest im Griff. Nach Tagen der extremen Wärme ist in Paris am Wochenende ein heftiges Gewitter ausgebrochen. Spektakulär ist die Aufnahme, wie ein Blitz mitten in den Eiffelturm einschlägt.Während eines Gewitters schlägt ein Blitz in das Wahrzeichen einQuelle: Dimitar Dilkoff/AFP/dpa09:16 Uhr – Montag, 29. JuniGrüne fordern Bundesregierung zum Handeln beim Hitzeschutz auf Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge, hat der Bundesregierung vorgeworfen, nichts für den Hitzeschutz der Bevölkerung zu tun. „Friedrich Merz kann vielleicht aus dem klimatisierten Kanzleramt heraus die Hitze ignorieren, aber die Pflegekräfte in den Krankenhäusern, die können das nicht“, sagte Dröge im ARD-„Morgenmagazin“. „Die müssen bei brüllender Hitze arbeiten und die alten Menschen in den Senioreneinrichtungen, die leiden darunter, dass es keine Klimaanlagen gibt. Und deswegen haben wir gesagt, wir müssen ganz dringend handeln.“Dröge hatte am Wochenende angesichts der Hitzewelle ein Abkühl-Sofortprogramm gefordert, um Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen zu klimatisieren. In der „Bild am Sonntag“ schlug sie die Förderung von „Klima-Solar-Anlagen“ vor, also von Klimaanlagen, die mit Solarstrom betrieben werden. „Wir haben im Sommer die Situation, dass die Solaranlagen so viel extrem günstigen Strom produzieren, und deswegen sagen wir auch Klimaanlage in Kombination mit einer Solaranlage, dass das wirklich machbar wird“, erläuterte sie. Zugleich müssten in den Städten dringend mehr Bäume gepflanzt werden. „Ein Baum alleine ersetzt mehrere Klimaanlagen.“ Bäume, Fassadenbegrünung, Sträucher in den Städten könnten die Luft runterkühlen für alle Menschen. Hitzerekorde seien jetzt schon Realität. 07:25 Uhr – Montag, 29. Juni„Überall gilt Alarmstufe Rot!“ – Fridays for Future fordern Entlassung von Wirtschaftsministerin Reiche Fridays for Future hat eine Petition gestartet, in der die sofortige Entlassung von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) gefordert wird. Die Bewegung nimmt die aktuelle Hitzewelle zum Anlass, einmal mehr der Ministerin vorzuwerfen, durch ihre Energiepolitik die Klimakrise zu verschärfen. In dem Aufruf werden unter anderem die anhaltende Hitze und deren Folgen als Beleg angeführt.„Die vergangenen Tage haben uns allen die katastrophalen Folgen der Klimakrise vor Augen geführt. (…) Überall gilt Alarmstufe Rot! Überall? Nein, in einem Ministerium in Deutschland wird fleißig daran gearbeitet, dass genau diese Extreme zur neuen Normalität werden“, heißt es in dem Aufruf. „In den 13 Monaten seit ihrem Amtsantritt hat Wirtschaftsministerin Katherina Reiche bewiesen, dass wir Menschen, unsere Lebensgrundlagen und unser Zusammenleben ihr herzlich egal sind. Katherina Reiche ist und bleibt Gaslobbyistin.“06:30 Uhr – Montag, 29. JuniEs wird kühlerFür heute sind niedrigere Temperaturen als in den letzten Tagen angesagt, bei Höchstwerten zwischen 25 und 29 Grad, lokal im Osten und Südosten bis 32 Grad. Dazu werden weiterhin im Westen, Süden und Osten Schauer und teils Gewitter mit erhöhter Unwettergefahr erwartet. Vom Niederrhein bis nach Schleswig-Holstein soll es bewölkt bleiben, vereinzelt sind auch dort Schauer möglich.04:19 Uhr – Montag, 29. JuniWaldbrand bei Bad Kreuznach: Einsatz sei „Materialschlacht“Der Großeinsatz wegen des Waldbrandes in einem schwer zugänglichen Gebiet im Kreis Bad Kreuznach dürfte noch Tage dauern. Wegen der Flammen und der Tatsache, dass der Brand in dem mit Munition belasteten Gebiet nur schwer bekämpft werden kann, war der nahe Ort Traisen am Sonntag komplett geräumt worden. Laut Kreis sind insgesamt rund 650 Menschen betroffen. Die Feuerwehr versucht mit einer dreistelligen Zahl an Kräften, ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Der Landesbrand- und Katastrophenschutzinspekteur Tom Riedel bezeichnete den Einsatz als eine „Materialschlacht“. Es brauche viel Gerät und viel Wasser. Die Landrätin des Landkreises Bad Kreuznach, Bettina Dickes (CDU), sagte, aus anderen Teilen des Landes und auch aus anderen Bundesländern sei Hilfe gekommen. Es sei definitiv ein Einsatz, den man nicht alleine stemmen könne. 02:24 Uhr – Montag, 29. JuniWHO-Chef: Hunderte Todesfälle durch HitzewelleDie beispiellose Hitzewelle mit Rekordtemperaturen in Europa ist nach Einschätzung des Chefs der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitverantwortlich für Hunderte zusätzliche Todesfälle. „Seit dem 21. Juni wurden in Europa mehr als 1300 zusätzliche Todesfälle verzeichnet, die im Zusammenhang mit den hohen Temperaturen stehen“, schrieb Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X. „Europa ist der sich am schnellsten erwärmende Kontinent der Erde – die Erwärmung verläuft doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt.“Laut Tedros leiden derzeit 150 Millionen Menschen unter extremer Hitze, Schulen seien geschlossen, die Stromnetze würden zusammenbrechen. Hitzestress werde oft als „stiller Killer“ bezeichnet – und europäische Wohnungen, Arbeitsplätze und Schulen seien für solche Temperaturen nicht ausgelegt, schrieb Tedros. 22:50 Uhr – Sonntag, 28. JuniNeuer Hitzerekord auch in TschechienTschechien hat am Sonntag den zweiten Tag in Folge einen Hitzerekord verzeichnet. Laut dem nationalen Wetterdienst CHMI stieg das Quecksilber an einer Wetterstation in Doksany nördlich von Prag auf 41,9 Grad. Bereits am Samstag war dort eine Rekordtemperatur von 40,8 Grad gemessen worden. „Es ist das erste Mal, dass wir in unserem offiziellen Netz von Wetterstationen eine Temperatur von 41 Grad gemessen haben“, erklärte der Wetterdienst im Onlinedienst X. An der Hälfte aller 171 Wetterstationen seien am Sonntag neue Rekordtemperaturen verzeichnet worden. Auch am Montag werde die Hitze in einigen östlichen Landesteilen andauern. Im Westen werde zu Wochenbeginn dagegen mit einer Abkühlung gerechnet. 22:12 Uhr – Sonntag, 28. JuniFridays for Future: Demo für mehr Klimaschutz in BerlinRund 100 Menschen haben am Sonntag in Berlin an einer kurzfristig organisierten Demonstration von Fridays for Future für mehr Klimaschutz teilgenommen. Weil die Temperaturen in der Hauptstadt tagsüber zu hoch waren, hatten die Organisatoren die Kundgebung im Invalidenpark auf den Abend gelegt.Ursache für die extreme Hitzewelle und Temperaturen sei die Klimakrise, hieß es. „Die Bundesregierung trägt die Verantwortung, die Realität der Klimakrise ernst zu nehmen und diese Extremwetter in Zukunft durch wirksamen Klimaschutz zu verhindern“, forderte Fridays for Future.21:03 Uhr – Sonntag, 28. JuniRettungseinsatz in JugendzeltlagerWegen Kreislaufproblemen bei zahlreichen Kindern durch die Hitze ist der Rettungsdienst in einem Jugendzeltlager im sächsischen Eilenburg zu einem großen Hilfseinsatz gerufen worden. Etwa ein Dutzend Kinder und Jugendliche mussten medizinisch versorgt werden, wie die Polizei mitteilte. Die Betroffenen mussten anschließend in Krankenhäuser gebracht werden.Die Polizei leitete Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ein. Die Beamten ermitteln auch zu den Umständen und Ursachen der gesundheitlichen Probleme der Kinder und Jugendlichen. Die Betroffenen hatten an einem Jugendzeltlager teilgenommen, das am Wochenende in einer Kiesgrube nordöstlich von Leipzig stattgefunden hatte.18:09 Uhr – Sonntag, 28. JuniNeuer Hitzerekord in PolenIn Polen ist am Sonntag mit 40,5 Grad Celsius ein neuer Hitzerekord verzeichnet worden. Die Temperatur wurde in der Stadt Slubice im Westen des Landes gemessen, wie eine Sprecherin des Instituts für Meteorologie und Wasserwirtschaft (IMGW) mitteilte. Das polnische Slubice liegt auf der anderen Flussseite des deutschen Frankfurt an der Oder.17:49 Uhr – Sonntag, 28. JuniBlitz schlägt in Freizeitpark einBei einem Blitzeinschlag in einem schwedischen Freizeitpark sind mehrere Menschen verletzt worden. Eine Frau erlitt schwere Verletzungen, wie die Nachrichtenagentur TT berichtete. Insgesamt seien nach dem Vorfall im Tosselilla Sommarland in Tomelilla im Süden des Landes drei Menschen ins Krankenhaus gebracht worden. Auf die extreme Hitze in Europa folgten vielerorts schwere Gewitter. In Dänemark, wo am Samstag ein neuer Temperaturrekord registriert worden war, wurden bis Sonntagmorgen 1.156 Blitzeinschläge verzeichnet, wie der Rundfunksender DR berichtete.16:39 Uhr – Sonntag, 28. JuniZwei Löschhubschrauber bei Bad Kreuznach im EinsatzBeim Brand in der Gohrischheide sind inzwischen zwei Löschhubschrauber im Einsatz. Das verbessere die Bekämpfung der einzelnen Brandherde deutlich, sagte Feuerwehrsprecher Raiko Riedel. Die Einsatzkräfte seien zuversichtlich, dass sich das Feuer auch bei aufkommendem Wind in Schach halten lassen. An der Lage selbst habe sich zunächst nichts geändert. Das Feuer sei weiter eingegrenzt, könne auf der munitionsbelasteten Fläche aber nicht direkt bekämpft werden. Die beiden Hubschrauber löschten die Brandnester aus der Luft.16:25 Uhr – Sonntag, 28. JuniRekordwert von 41,7 Grad in NeißemündeDen dritten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben einen Temperaturrekord in Deutschland registriert: Der vorläufige Höchstwert von 41,7 Grad wurde nachmittags in Neißemünde im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree gemessen, wie der Wetterdienst auf Anfrage mitteilte.15:54 Uhr – Sonntag, 28. JuniErneut 41,5 Grad – diesmal in Sachsen Der am Samstag neu aufgestellte Hitzerekord in Deutschland ist am Sonntagnachmittag erneut eingestellt worden. Im sächsischen Bad Muskau an der Grenze zu Polen und Brandenburg wurde gegen 15.00 Uhr ein Wert von 41,5 Grad gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Dies ist die höchste jemals gemessene Temperatur in Deutschland, sie war am Samstag gegen 16.30 Uhr bereits in Drewitz in Sachsen-Anhalt erreicht worden.Da die Temperaturen am Sonntag noch weiter steigen könnten, könnte den dritten Tag infolge ein neuer Höchstwert erreicht werden. Am Freitagnachmittag um 17.00 Uhr war mit 41,3 Grad in Saarbrücken bereits ein neuer Rekordwert gemessen worden. Der DWD selbst spricht bei diesen Zahlen nicht von „Rekorden“, da die Werte noch vorläufig sind. „Eine Qualitätskontrolle dieser Messwerte ist noch nicht erfolgt und wird noch vorgenommen“, erklärte der Dienst. Die offizielle Bestätigung, ob tatsächlich ein neuer Temperaturrekord vorliegt, dürfte erst nach dem Wochenende vorliegen.14:36 Uhr – Sonntag, 28. Juni630 Menschen bleiben in Zug ohne Klimaanlage steckenMehr als 600 Passagiere sind am Samstagabend ohne Klimaanlage in einem Zug in der Prignitz gestrandet. Drei Menschen kamen mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus, wie Kreisbrandmeister Christian Reisinger mitteilte. Ein Baum war im Zuge eines Sturms auf eine Oberleitung gefallen und der Zug der tschechischen Bahn (České dráhy), der von Hamburg nach Prag fahren sollte, verlor seinen Fahrstrom. Zuerst hatte die „Märkische Allgemeine“ berichtet. Ohne Strom fiel außerdem die Klimaanlage aus und die Türen blieben verschlossen, wie es hieß. Die Einsatzkräfte öffneten die Türen, mussten dafür etwa Bäume aus dem Weg sägen. Im Zug hatte es laut Reisinger mittlerweile etwa 40 Grad. In einer Sporthalle wurde ein Notlager aufgebaut, in dem die Passagiere übernachten konnten. Am Sonntagmorgen brachten Linienbusse die etwa 500 Menschen laut Reisinger zum Bahnhof nach Karstädt, wo sie mit zwei ICEs weiterreisen konnten.13:43 Uhr – Sonntag, 28. JuniOrt in Rheinland-Pfalz wird komplett geräumtWegen eines Waldbrands im Kreis Bad Kreuznach wird die Ortschaft Traisen vollständig evakuiert. Nach Angaben des Kreises sind rund 650 Menschen betroffen. Bei der brennenden Fläche handelt es sich um ein Kampfmittelgebiet. In dem Gebiet kam es bereits zu Explosionen, der Kampfmittelräumdienst bewertet die Lage fortlaufend, teilte eine Kreissprecherin mit.Flammen und Rauch steigen aus dem Waldgebiet Quelle: Thomas Frey/dpa13:09 Uhr – Sonntag, 28. JuniFahrbahn auf A7 wegen Hitze aufgeplatzt, Autos beschädigtAuf der Autobahn 7 ist wegen der extremen Hitze die Fahrbahn aufgeplatzt. Der Fall ereignete sich am Samstag zwischen den Anschlussstellen Bad Fallingbostel und Dorfmark, wie die Polizei mitteilte. Die Hitze habe den Beton einzelner Fahrbahnplatten so sehr aufgeheizt, dass sie sich ausdehnten, auswölbten und schließlich aufplatzten.Zwei Autos wurden dabei beschädigt, verletzt wurde niemand. Der Fahrstreifen wurde gesperrt. Wie lange die Reparatur andauern sollte, war zunächst nicht bekannt. 13:05 Uhr – Sonntag, 28. JuniBlitzeinschlag im Freilichtmuseum? Historisches Haus brennt abBei einem Brand in Molfsee, Schleswig-Holstein, ist ein Gebäude eines Freilichtmuseums zerstört worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Brand auf dem Reetdachhaus vermutlich durch einen einschlagenden Blitz ausgelöst. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.Der Brand sei am frühen Morgen durch einen Anwohner gemeldet worden. Beim Eintreffen der Feuerwehr habe das historische Gebäude bereits komplett in Brand gestanden. Das mehr als 250 Jahre alte Gebäude brannte bis auf die Grundmauern ab. 12:32 Uhr – Sonntag, 28. JuniHitzerekord in DänemarkDänemark hat einen neuen Hitzerekord. Mit 37 Grad war der Samstag der heißeste Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Gemessen wurde die Temperatur dänischen Medienberichten zufolge sowohl in Odum nördlich der Stadt Aarhus in Ostjütland als auch am Flughafen H.C. Andersen, der nördlich von Odense auf der Insel Fünen liegt.10:05 Uhr – Sonntag, 28. JuniFrankreich verzeichnet etwa 1000 zusätzliche TodesfälleIn Frankreich haben die Gesundheitsbehörden während der aktuellen Hitzewelle seit Mittwoch etwa 1000 zusätzliche Todesfälle im Vergleich zu den Vormonaten verzeichnet. Laut einer Mitteilung der Gesundheitsbehörde Santé publique France vom Sonntag starben vor allem ältere Menschen ab 65 Jahren. Die Zahlen seien vorläufig und wahrscheinlich zu niedrig angesetzt, hieß es. Die größte Zunahme wurde den Angaben zufolge bei den Todesfällen in der eigenen Wohnung registriert. 09:36 Uhr – Sonntag, 28. JuniNächtlicher Temperaturrekord: 29,4 Grad in Sachsen gemessenDie Hitzewelle in Deutschland hat zu einem neuen nächtlichen Temperaturrekord geführt. In Kubschütz im ostsächsischen Kreis Bautzen sank das Thermometer in der Nacht zu Sonntag nicht unter 29,4 Grad Celsius, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte. Das ist demnach ein neuer Rekord der nächtlichen Minimumtemperatur in Deutschland seit Aufzeichnungsbeginn. Die bis dahin heißeste Nacht gab es im August 2003 in Weinbie in Rheinland-Pfalz mit 27,2 Grad.09:25 Uhr – Sonntag, 28. Juni600 EC-Passagiere evakuiertDie Passagiere eines EC von Hamburg nach Prag haben am Samstagabend in Karstädt (Brandenburg) ihren Zug verlassen müssen, berichtet das RND. Ein Unwetter hatte die Oberleitung beschädigt, der Zug blieb auf offener Strecke liegen. Durch den Stromausfall fiel auch die Klimaanlage aus. Im Zug herrschten Temperaturen von bis zu 50 Grad, sagte Kreisbrandmeister Christian Reisinger (Prignitz) dem RND. Rund 600 Menschen saßen fest – darunter Schwangere und ältere Menschen. Am Abend wurden die Passagiere evakuiert, in Karstädt richteten Einsatzkräfte eine Notunterkunft ein. Am Sonntagmorgen konnte die Fahrt fortgesetzt werden: Die Deutsche Bahn schickte zwei ICE.08:31 Uhr – Sonntag, 28. JuniKeine Straßenbahnen in Leipzig bis MontagfrühAufgrund von Hitzeschäden fahren bis zum frühen Montagmorgen in Leipzig keine Straßenbahnen. Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) stellen den Straßenbahnverkehr wegen Hitzeschäden an Schienen und Weichen bis Montagmorgen um 3.30 Uhr ein, wie das Unternehmen mitteilte. Zunächst hatten die LVB den Betrieb nur bis in die Nacht zum Sonntag eingestellt, der Zeitraum wurde jetzt verlängert.Auch in Nürnberg ist der Straßenbahnbetrieb vorübergehend eingestellt. Der Straßenbelag sei wegen der Hitze an einigen Stellen weich geworden, sodass Straßenbahnen nicht mehr sicher fahren können, teilten die Nürnberger Verkehrsbetriebe VAG mit. Der Betrieb bleibt demnach den ganzen Sonntag eingestellt. Stattdessen fahren Ersatzbusse.In Nürnberg löst sich wegen der Hitze der StraßenbelagQuelle: Irena Güttel/dpa08:27 Uhr – Sonntag, 28. JuniNachfrage nach Klimaanlagen und Ventilatoren steigtDie Hitzewelle hat auf dem Online-Marktplatz Kleinanzeigen für deutlich mehr Angebote von und eine stark gestiegene Nachfrage nach Ventilatoren und Klimaanlagen gesorgt. Das geht aus einer Auswertung des Unternehmens auf dpa-Anfrage hervor. Im Einzelhandel sind kühlende Geräte mancherorts gar nicht mehr zu haben.Im Zeitraum vom 17. bis 24. Juni wurden deutschlandweit rund 14.500 neue Anzeigen für Klimaanlagen auf Kleinanzeigen eingestellt. In der Vergleichswoche vom 9. bis 16. Juni waren es rund 4400. Das entspricht einem Anstieg um rund 230 Prozent. Auch bei Ventilatoren nahm das Angebot deutlich zu. Die Zahl der neu eingestellten Anzeigen stieg von rund 4600 auf knapp 11.800 und damit um etwa 156 Prozent.lay, luwi, saha, doli – mit dpa/AFP/Reuters