Der Hasenkopf-Kugelfisch wird in Griechenland zum Politikum: Immer wieder beißt er Fischer, zerstört ihre Netze und verdrängt heimische Arten. Nun zahlt die Regierung eine Prämie für jedes gefangene Kilo.

29.06.2026, 11.41 Uhr

Hasenkopf-Kugelfische auf Rhodos, Griechenland: 5,33 Euro Prämie pro Kilo

Pilotprogramm für griechische Fischer: Künftig erhalten sie in bestimmten Regionen des Landes Prämien für den Fang des Hasenkopf-Kugelfisches (Lagocephalus sceleratus). Vorerst wendet sich die Unterstützung an Berufsfischer rund um Kreta und in der südlichen Ägäis, wie der Nachrichtensender Skai berichtet. Pro Kilo der invasiven Fischart sollen dann 5,33 Euro gezahlt werden. Fischereiverbände begrüßen das Programm.

Der Hasenkopf macht Fischern das Leben schwer und bringt das Ökosystem durcheinander. Er wird gewöhnlich etwa 40 Zentimeter lang und 9 Kilogramm schwer, stammt eigentlich aus dem Indischen Ozean und dem Pazifik. Durch den Suezkanal wanderte er ins Mittelmeer ein, wo er erstmals 2003 nachgewiesen wurde. Obwohl es nach Angaben des Griechischen Zentrums für Meeresforschung (HCMR) nur wenige gezielte Studien zur Auswirkung des Hasenkopfs auf die Biodiversität gibt, deuten wissenschaftliche Modelle darauf hin, dass er negative Folgen hat. Die Art sei anpassungsfähig, und es gebe wenige natürliche Fressfeinde, heißt es beim HCMR.