Erst am Freitag war das Rahmenabkommen zwischen Libanon und Israel geschlossen worden, das einen Ausweg aus der bewaffneten Konfrontation zwischen Israel und der Hizbullah eröffnen soll. Heute gab es abermals Einsätze der israelischen Armee gegen die von Iran unterstützte Miliz im Süden Libanons. Warum trotz Abkommen das Schwerste noch bevorsteht, wie ein libanesisches Medium schrieb, lesen Sie hier. Fabian DrahmouneBahrain bestätigt iranische AngriffeDer Golfstaat Bahrain hat die jüngsten Angriffe Irans mit Drohnen und Raketen bestätigt. Das Außenministerium in Manama sprach von einer „gefährlichen Eskalation“, die einem „bewussten Muster wiederholter Angriffe“ gegen das Land folge. Iran halte an seinem Kurs fest und sei mit Blick auf das Rahmenabkommen mit den USA über ein Ende der Gewalt „allein verantwortlich“ dafür, die noch bleibenden Chancen auf eine Deeskalation zu untergraben.Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) griffen nach eigenen Angaben Ziele in Bahrain sowie Kuwait an. Man habe Infrastruktur des US-Militärs in beiden Ländern zerstört, hieß es in einer Mitteilung. In Bahrain seien Ziele des wichtigen US-Marinestützpunkts getroffen worden.In Bahrain heulten mehrfach die Alarmsirenen. Das Innenministerium rief die Einwohner über die Plattform X auf, ruhig zu bleiben und sich in Sicherheit zu begeben. Ein Wohngebäude wurde im Zuge des Angriffs beschädigt, wie das Innenministerium mitteilte. Tote habe es nicht gegeben.Fabian DrahmouneIsrael: Hizbullah-Kämpfer in Südlibanon getötetDas israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge Hizbullah-Kämpfer im Süden Libanons getötet. Der Einsatz in der Gegend von Nabatäa gegen die mit Panzerfäusten bewaffneten Männer sei erfolgt, um eine Bedrohung für israelische Soldaten abzuwenden, teilte das Militär mit. Zudem hätten die Streitkräfte ein Gebäude beschossen, von dem aus die Kämpfer agierten. Die Armee habe auch eine Raketenabschussrampe zerstört. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.Fabian DrahmouneKuwait meldet Raketen- und DrohnenangriffeNach einem abermaligen US-Angriff auf Ziele in Iran gibt es Berichte über Explosionen in den mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain. Die kuwaitische Luftabwehr wehre derzeit feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab, teilte die Armee des Golfstaates auf der Plattform X mit. Der iranische Sender Press TV berichtete auch über Explosionen in Bahrain. Das Innenministerium von Bahrain teilte auf X mit, es seien Alarmsirenen ausgelöst worden. Man fordere die Einwohner des Landes auf, Ruhe zu bewahren und sich in Sicherheit zu begeben.Ben MenglerLibanesische Staatsmedien: Israels Armee fliegt Angriffe auf Ziele in Südlibanon Einen Tag nach der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens mit Libanon über einen Weg zum dauerhaften Frieden haben libanesische Staatsmedien von israelischen Luftangriffen im Süden des Landes berichtet. Laut der libanesischen Nachrichtenagentur NNA griffen israelische Kampfflugzeuge am Samstagabend ein nicht näher benanntes Ziel in Nabatije al-Fawka im Süden Libanons an. Das Gesundheitsministerium in Beirut erklärte, mindestens ein Mensch sei getötet und zwei weitere verletzt worden.Laut NNA waren neben den Kampfflugzeugen auch Drohnen an den Angriffen auf Nabatije al-Fawka beteiligt. Eine Sprecherin der israelischen Armee hatte am Nachmittag einen Angriff in der Region der Stadt Nabatije gemeldet, der sich gegen „mutmaßliche Terroristen“ gerichtet habe. Diese hätten eine Drohung gegen israelische Soldaten ausgeprochen. In der Straße von Hormus ist heute nach britischen Angaben ein Tanker von einem Projektil getroffen worden. Bei dem Vorfall sei die Kommandobrücke beschädigt worden, teilte die Seeschifffahrtsbehörde UKMTO mit. Die Besatzung sei jedoch in Sicherheit. Zuvor hatten Iran und die Vereinigten Staaten sich gegenseitig abermals vorgeworfen, die in der vergangenen Woche vereinbarte Waffenruhe gebrochen zu haben.Wadephul: Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon „macht Hoffnung“ Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat das Rahmenabkommen zwischen Israel und Libanon begrüßt. Die Vereinbarung „macht Hoffnung“, schrieb Wadephul am Samstag in sozialen Medien. „Sie stärkt die Sicherheit beider Staaten, setzt auf direkte Verständigung und eröffnet die Chance, einen jahrzehntelangen Konflikt beizulegen“, erklärte Wadephul, der sich bei den USA und US-Außenminister Marco Rubio für die Vermittlung bedankte.Jetzt komme es auf die Umsetzung der Vereinbarung an, fügte Wadephul hinzu. Deutschland werde diesen Weg unterstützen. Entscheidend sei, dass Libanon „sein staatliches Gewaltmonopol verlässlich durchsetzt“. Ebenso wichtig seien „klare Sicherheitsgarantien für Israel“. „Nur wenn alle Seiten Verantwortung übernehmen, kann dieser Prozess zu Stabilität, Sicherheit und dauerhaftem Frieden führen“,so Wadephul. Er appellierte „an alle relevanten Akteure, vor allem Hisbollah, sich nun konstruktiv zu verhalten.“Bahrain meldet iranischen Drohnenangriff Nach Angriffen zwischen den USA und Iran hat der Golfstaat Bahrain einen iranischen Drohnenangriff gemeldet. Mehrere iranische Drohnen hätten am frühen Morgen angegriffen, teilte das Außenministerium mit. Es handle sich um einen eklatanten Verstoß gegen die Souveränität Bahrains. Ein genauer Angriffsort wurde nicht genannt. Auch zu möglichen Verletzten oder Schäden wurden keine Angaben gemacht.Die USA hatten zuvor nach eigenen Angaben als Reaktion auf einen mutmaßlich von Iran verübten Angriff auf ein Frachtschiff mehrere Ziele an der Südküste Irans bombardiert. Es waren die ersten Angriffe seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens mit Teheran zur Beilegung des Krieges Mitte Juni.Nachdem die USA und Israel Ende Februar den Krieg gegen Iran begonnen hatten, reagierte Teheran mit Angriffen unter anderem in den Golfstaaten. Hier liegen unter anderem wichtige Militärstützpunkte und Botschaften der Amerikaner.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog Irankrieg: US-Medien: Neue Gespräche zwischen USA und Iran am Dienstag in Katar| FAZ
Nach erneuten gegenseitigen Angriffen +++Irans Klerus drängt auf Abbruch der Gespräche mit den USA +++ Israel: Hizbullah-Kämpfer in Südlibanon getötet +++ alle Entwicklungen im Liveblog
Der Iran intensiviert Drohnenangriffe auf Bahrain und Kuwait; USA bombardiert iranische Ziele; Tanker in Hormuz-Straße getroffen; Israel setzt Ops im Libanon fort. Eskalation gefährdet Seerouten und globale Tech-Supply-Chain.








