Neulich wurde im Bundestag über etwas ganz anderes geredet als Krieg, nämlich über die Finanzierung der Jugendhilfe. Die Bundesregierung hatte eine Streichliste erstellt – einfach ein paar Ideen, wo in diesem Bereich gespart werden könnte. Zum Beispiel: weniger Geld für Alleinerziehende, weniger Geld für Schüler-Fahrdienste, weniger Kita- und Hortbau.

Nun ist der deutsche Sozialstaat so stattlich, dass nicht jede Sparmaßnahme zwangsläufig zu Leid führt. Und trotzdem ist natürlich jede Sparmaßnahme zunächst unbeliebt. Logisch also, dass die Opposition die Gelegenheit nutzte, um der Regierung asoziales Handeln vorzuwerfen.