Damit endete das jahrelange Unterfangen Dongs, China zu verlassen. Seit 2015 hatte er mehrfach versucht, auszureisen, war aber immer wieder in sein Heimatland abgeschoben worden - zuletzt im Jahr 2022 aus Vietnam.Ende Mai hatte der Demokratieaktivist nach einer 30-stündigen Überfahrt in einem rund drei Meter langen motorisierten Schlauchboot Südkorea erreicht. Rund 400 Kilometer legte er mit dem Gefährt zurück, gestartet war er in der ostchinesischen Küstenstadt Weihai. Er wurde letztlich von örtlichen Fischern entdeckt, was ihm mutmaßlich das Leben rettete.Er habe befürchtet, an Erschöpfung zu sterben, sagte Dong, der laut eigenen Worten zuvor noch nie ein Schlauchboot gesteuert hatte, der »New York Times«. »Ich war bereits in einem schrecklichen Zustand.«
Ungewisse Tage in SüdkoreaIn Südkorea war zunächst ungewiss, wie es für den 68-Jährigen weitergehen soll. Einen Antrag auf Untersuchungshaft wegen illegaler Einreise hatte der örtliche Bezirksrichter abgewiesen, wie Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtete hatte. Dong kam laut eigenen Worten zunächst in ein Zentrum für Geflüchtete in Incheon, nahe der Hauptstadt Seoul, unter. Er äußerte den Wunsch, Asyl in Kanada zu beantragen, wo seine Tochter und seine Ehefrau leben.












