Internationale Teams suchen in den Trümmern nach Überlebenden. Zeitgleich haben Tausende Venezolaner die Rettungsmaßnahmen selbst in die Hand genommen.

In La Guaira, an der Karibikküste im nördlichen Zentrum Venezuelas, herrscht zeitweise Stille, unterbrochen von Stimmen, die versuchen, durch die Trümmer zu dringen.

„Wir sind das kolumbianische Rettungsteam, wenn jemand da ist, soll er jetzt schreien!“, ist in einem der eingestürzten Bereiche zu hören. Minuten später durchschneidet ein weiterer Ruf die Luft: „Absolute Stille!. Wir sind die Suchmannschaft aus El Salvador. Wenn noch jemand am Leben ist, soll er ein Geräusch machen!“ Zwischen diesen beiden Rufen scheint die ganze Stadt den Atem anzuhalten. Ein Geräusch unter den Trümmern ist zu vernehmen. „Ich bin hier“, ist eine Stimme zu hören.

Die Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5, die am 24. Juni den Norden Venezuelas erschütterten, haben ein Bild hinterlassen, das weit über die Küste hinausreicht. In Caracas, Miranda, Carabobo und Aragua wiederholen sich die Bilder von rissigen Gebäude, teilweise eingestürzten Bauwerken und improvisierten Evakuierungen.

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