»Dann wird die Armee ihre Waffen gegen den Kreml richten«: Ein russischer Ex-Soldat verlangt eine Live-Audienz mit Kremlchef Wladimir Putin. Er erinnert ein wenig an Jewgenij Prigoschin. Die Folge: Schnelle Haft.

28.06.2026, 09.36 Uhr

Ehemaliger russischer Frontsoldat Aleksandr Lunin: »Dann wird die Armee ihre Waffen gegen den Kreml richten.«

In seinem Video vom 25. Juni steht Aleksandr Lunin im olivgrünen Tarnanzug und mit mehr als einem halben Dutzend Orden an der Brust vor der Kamera. Hinter ihm ist ein bescheidenes Wohnhaus zu sehen, die Aufnahme ist mutmaßlich in dem Dorf Lisinowka in der Region Woronesch entstanden, wo der ehemalige russische Frontsoldat lebt.

»Mitteilung an W.W. Putin« ist das Video überschrieben – und sein Appell an den russischen Präsidenten hat es in sich. Wenn Putin ihm nicht zeitnah eine live übertragene Audienz gewähre, werde er »die volle Wahrheit darüber sagen, was bei uns im Land passiert«, sagt Lunin.»Dutzende, Hunderte, Tausende Soldaten« würden in der russischen Armee im Arrest sitzen und von ihren Kommandeuren bestraft, mit Folter und Gewalt überzogen, »weil sie sich geweigert haben, dumme, selbstmörderische Befehle zu befolgen, weil sie sich geweigert haben, ihre finanziellen Mittel abzugeben«.