Der Sohn einer schwer an Alzheimer erkrankten 83-Jährigen aus Brasilien unterzeichnete vor einiger Zeit ein folgenreiches Dokument: ein Einverständnis, dass ein Team der Privatklinik Ankh Cross Association in São Paulo seiner Mutter fünf Gramm Enigma verabreichen darf. Enigma ist eine Magic-Mushroom-Sorte der Art Psilocybe cubensis. Die enthaltenen Psilocybine konnten offenbar längst verloren geglaubte Fähigkeiten der Alzheimer-Patientin reaktivieren.Anzeige
Die Frau, die durch ihre Erkrankung seit Jahren schon eher einsilbig kommunizierte, begann 19 Stunden nach der Psilocybin-Einnahme ein vier Stunden langes Gespräch mit ihrem Sohn. Auch Erinnerungen habe sie dabei thematisiert, heißt es in der Fallstudie. In den Wochen darauf habe die Patientin außerdem zunehmend die Kontrolle über ihre Blase zurückgewonnen. Sie sei immer mobiler geworden und sie habe sich wieder selbstständig ankleiden können.
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Eine zweite Drei-Gramm-Dosis Enigma nach einem Monat hat der Studie zufolge zu weiteren Fortschritten geführt. Unter anderem hätten sich die verbalen und mimischen Ausdrucksfähigkeiten verbessert. Und die Patientin habe bei einem Besuch in der Klinik gesagt: „Es ist angenehm hierherzukommen.“ Eine strukturierte Selbstauskunft war allerdings kaum möglich, was die Autor:innen auf die weit fortgeschrittene Demenz zurückführen. Eine vollständige Heilung sei nicht erfolgt und die möglichen Mechanismen hinter den Verbesserungen seien unklar, schreiben sie.






